Eintrag ins Goldene Buch: Bürgermeister Michael Dreier mit den beiden britischen Gästen Brigadier Ian Bell (l.) und Brigadier Mike Elviss. - © Arian Amedie
Eintrag ins Goldene Buch: Bürgermeister Michael Dreier mit den beiden britischen Gästen Brigadier Ian Bell (l.) und Brigadier Mike Elviss. | © Arian Amedie

Paderborn Neujahrsempfang: Der Briten-Abzug in Paderborn geht weiter

Neujahrsempfang der Stadt: Mehr als 200 Amts- und Würdenträger im Rathaus begrüßt. Im Sommer 2018 werden die Barker Barracks geräumt

Arian Amedie

Paderborn. „Man könnte sagen: Jetzt wird es ernst", betont Bürgermeister Michael Dreier in seiner Rede zum Neujahrsempfang im historischen Rathaus. Nachdem im zurückliegenden Kalenderjahr bereits die Alanbrooke-Kaserne an die Stadt übergeben wurde, stehen auch in diesem Jahr die nächsten Abzüge der britischen Streitkräfte aus Deutschland an. Die Konversion militärischer Flächen sei eines der Zukunftsthemen der Stadt Paderborn und gelte als Jahrhundertaufgabe, aber auch als Jahrhundertchance. Passend dazu hatte Dreier in den Brigadiers Ian Bell und Mike Elviss zwei Festredner geladen, die bestens über den bereits angelaufenen Abzug berichten konnten. „Lassen Sie uns noch nicht so weit in die Zukunft schauen", so Ian Bell in seiner Rede. Man sei noch einige Jahre in Paderborn. Eine Stadt, mit der man sich sehr verbunden fühle. „Die Beziehung der Familien zu Paderborn ist sehr stark. Aus der Zeit in Paderborn sind viele Freundschaften, viele Familien und viele Bande entstanden", so Bell. Hundestaffel wird verlegt Dennoch schreitet der Abzug der Briten aus Deutschland und damit auch aus Paderborn im Jahr 2017 weiter voran. Man werde in diesem Jahr bereits die Hundestaffel zurück in das Vereinigte Königreich verlegen. Im Sommer 2018 wird dann das 35. Pionierregiment aus den Barker Barracks Paderborn verlassen, ehe bis Anfang 2020 die Liegenschaften an die Stadt Paderborn übergeben werden sollen. „Es war uns ein großes Anliegen, die bestmögliche Nutzung der Hinterlassenschaften zu ermöglichen", so Bell. Dass dies bislang gut funktioniere, zeige sich zum Beispiel am Flughafen Weeze, der nun für den Tourismus genutzt wird. Zudem sei man bemüht, mittels Umschulungen den Verbleib mit ihren Familien in der Stadt zu ermöglichen. Neben dem Abzug der Briten gab Bürgermeister Dreier einen Ausblick auf die Herausforderungen des neuen Jahres. Man habe mit der Entscheidung zum Kauf des Orga-Komplexes die Weichen für den Teilumzug der Stadtverwaltung gestellt. Leben in der Stadt wird vielfältiger Mit über 20.000 eingeschriebenen Studenten allein an der Universität Paderborn, werde das Leben in der Stadt bunter und vielfältiger. „Gemeinsam mit den Studierenden arbeiten wir für 2017 an konkreten Projekten, um das kulturelle Angebot intensiver auszubauen", so Dreier. Darüber hinaus stehe die Entwicklung von neuem Wohnraum auf der Agenda der Stadt. „Eine wachsende Stadt wie Paderborn braucht Platz, um sich auszuweiten", so Dreier. Mit den Gebieten am Bruktererweg, dem Dr.-Rörig-Damm und perspektivisch den Springbach Höfen im Westen der Stadt sei man auch hier gut gewappnet, um bezahlbaren Platz für junge Familien zu schaffen. Abschließend durften sich die Gastredner des Abends Ian Bell und Mike Elviss in das goldene Buch der Stadt eintragen. „Unsere Britischen Freunde haben die Stadt geprägt, wir sind sehr stolz darauf", so Bürgermeister Michael Dreier.

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