Paderborn Spendenaufruf für neue Domglocken

Für die 275.000 Euro teure große Glocke wird gesammelt. Die kleine Glocke ist bereits gesponsert

20.12.2016 | Stand 19.12.2016, 19:15 Uhr

Paderborn. Die große Glocke soll 13.000 Kilogramm wiegen, die kleine 1.000 Kilogramm. Die geplanten neuen Glocken des Hohen Domes sollen ab 2018 für eine musikalische Optimierung des Domgeläutes sorgen. Der Plan dafür besteht schon lange Zeit: bereits 1927 gab es Planungen für die Glocken, als das Domgeläut nach dem 1. Weltkrieg neu gegossen wurde. Nun sollen Taten folgen: Damit die neuen Glocken mit ihrem Klang Menschen unterschiedlichster Herkunft verbinden, sind Spenden notwendig, heißt es in einer Pressemitteilung des Generalvikariats. Die große Bass-Glocke soll das klangliche Fundament aller anderen Paderborner Glocken bilden. Sie wird beispielsweise auf die Geläute der Abdinghofkirche und der Pfarrkirche St. Heinrich "antworten". Der vorhandene Glockenstuhl im Domturm ist statisch schon für das zusätzliche Gewicht ausgelegt. Als weiteren Vorteil erweist sich zudem die geplante Fassadenrenovierung, durch die das notwendige Außengerüst am Domturm vorhanden sein wird und nicht eigens für den Glockeneinhub errichtet werden muss. Wenn alle Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden, sollen die neuen Domglocken spätestens im Frühjahr 2018 montiert werden und zum 950. Jubiläum der Dom-Weihe am 22. Juli 2018 erstmals geläutet werden. Die Kosten für die große Glocke belaufen sich laut Angebot auf 275.000 Euro. Die kleine Glocke, deren Preis sich auf 17.000 Euro beläuft, ist bereits gestiftet. Das Paderborner Metropolitankapitel wirbt um Spenden für die Bass-Glocke des Domes (Ton e), denn, wie bei allen Kirchen im Erzbistum Paderborn, müssen Glocken durch Spenden finanziert werden. Selbstverständlich kann für eine Spende auch eine Spendenquittung ausgestellt werden. "Interessierte Einzelspender und Vereine können ab jetzt alle Fakten in einem speziellen Spendenflyer nachlesen, der im Hohen Dom, im Erzbischöflichen Generalvikariat und auch in den Paderborner Kirchengemeinden ausliegt", so Dompropst Monsignore Joachim Göbel, der stellvertretend für das Metropolitankapitel Paderborn um Unterstützung bittet.

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