In der Spielecke: (v.l.) Monika Grobe und Myriam Fikus freuen sich darüber, dass in den neuen Räume des Freien Beratungszentrums das Besuchs-Café für Trennungs- und Scheidungsfamilien eine neue Heimat findet. - © Birger Berbüsse
In der Spielecke: (v.l.) Monika Grobe und Myriam Fikus freuen sich darüber, dass in den neuen Räume des Freien Beratungszentrums das Besuchs-Café für Trennungs- und Scheidungsfamilien eine neue Heimat findet. | © Birger Berbüsse

Paderborn Mehr Platz für Familien-Hilfe

Freies Beratungszentrum: Die Einrichtung hat zusätzliche Räume bezogen

Birger Berbüsse

Paderborn. Als das Freie Beratungszentrum Paderborn (FZB) 1993 daran ging, Familien in Notsituationen zu unterstützen, bestand das Team aus drei Fachberaterinnen. 23 Jahre später gibt es derer zwölf, weil der Bedarf und damit auch das Angebot des Zentrums weiter steigen. Dies machte letztlich auch eine räumliche Ausweitung der Einrichtung in der Nordstraße 6 erforderlich. Direkt im Nachbarhaus gelegen, bezog das FZB jetzt zusätzliche 200 Quadratmeter. Sie werden für zwei neue Projekte für Flüchtlinge, die Unterstützung der Ehrenamtlichen sowie die Etablierung des Besuchs-Cafés genutzt. Zu den vielfältigen Angeboten des Beratungszentrums gehören auch Kooperationen mit dem Deutschen Kinderschutzbund. Seit zehn Jahren läuft das Patenprojekt, in dem aktuell 25 Ehrenamtliche Familien mit Kindern begleiten. Seit kurzem gibt es auch ein spezielles Patenangebot für Flüchtlingsfamilien (die NW berichtete), bei dem bereits zehn Ehrenamtliche mitmachen. Zusätzlich wird ein weiteres Projekt aufgebaut, in dem junge Erwachsene jugendliche Flüchtlinge im Alltag begleiten sollen. "Dazu gehören etwa die Suche nach einem Sportverein oder der Besuch von Konzerten", erläutert Koordinatorin Monika Grobe. Für die Patinnen werden regelmäßig Schulungen und Supervisionen angeboten. Außerdem sind gemeinsame Treffen der Ehrenamtlichen und der Familien angedacht. All diese Veranstaltungen sollen künftig in der Nordstraße 8 stattfinden, da in den alten Räumlichkeiten die Auslastung deutlich überschritten ist. Kernstück der Erweiterung ist ein großer Raum, der ausreichend Platz für Veranstaltungen, Vorführungen, Schulungen und Treffen bietet, sich aber auch teilen lässt und somit parallele Angebote erlaubt. Er soll auch die neue Heimat des monatlichen Besuchs-Cafés für Trennungs- und Scheidungsfamilien sein. Bislang fand es stets in unterschiedlichen Räumen der Einrichtungen statt. "Das Café brauchte einfach einen eigenen Ort", sagt FBZ-Leiterin Myriam Fikus. "Es ist eine gute Alternative für Väter, die nicht mehr in Paderborn wohnen, und Zeit mit ihrem Kind verbringen möchten", so Fikus. Für sie gibt es altersentsprechendes Spielzeug und kindgerechte Raumgestaltung. Außerdem sind stets eine Beraterin und Ehrenamtliche anwesend, um etwa Anregungen zum Spielen zu geben oder mit den Elternteilen und Kindern zu backen oder zu kochen. "Da herrscht immer eine fröhliche und quirlige Atmosphäre", berichtet die FBZ-Leiterin. Das Besuchs-Café sei ein Angebot, das die Leute erreiche, "weil sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen". Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 134 Teilnehmer aus 52 Familien zu den zwölf Terminen. Das erste Besuchs-Café in der neuen, hell und großzügig gestalteten Heimat findet am kommenden Samstag statt. Anmeldungen beim FBZ sind spätestens drei Tage vorher erforderlich. Zusätzlich zu dem großen Multifunktions-Raum und der angrenzenden Küche hat das Beratungszentrum auch drei weitere Büros im Nachbarhaus angesiedelt. Der Eingang wie auch die Toiletten sind komplett barrierefrei. Das Freie Beratungszentrum berät Eltern, Kinder und Jugendliche unter anderem bei Erziehungsfragen, Verhaltensauffälligkeiten, Krisen, Schwangerschaftskonflikten und Familienplanung. Die Mitarbeiter sind erreichbar unter Tel. (0 52 51) 15 09 50 sowie per E-Mail an info@fbz-pb.de. www.fbz-pb.de

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