Kein Radweg, kein Bürgersteig: Der Weg zum Ahorn-Sportpark. - © Marc Köppelmann
Kein Radweg, kein Bürgersteig: Der Weg zum Ahorn-Sportpark. | © Marc Köppelmann

Paderborn Gehweg für Almeaue noch in Planung

Wegen Bauarbeiten: "Ein Ausbau der Straße ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend", so das Straßen- und Brückenbauamt

Sabine Kauke
01.09.2016 | Stand 31.08.2016, 19:37 Uhr

Paderborn. "Auch wenn es mittlerweile eine gut kontrollierte Tempo-30-Zone ist, finde ich es unmöglich, dass es an der Strecke zum Ahornsportpark keinen Bürgersteig und keinen Radweg gibt", hatte NW-Leser Ruben Reike bereits vor drei Jahren kritisiert. Immerhin sind dort nachmittags viele Kinder und Jugendliche mit dem Rad unterwegs, um Sportangebote zu nutzen. Und morgens und mittags radeln dort viele Schüler entlang, um über die Brücke am Heinz-Nixdorf-Ring in die Stadt zu gelangen. "Es ist sinnvoll, über Geh- und Radwege nachzudenken", hieß es 2013 bei der Stadt. Das Problem sei schon erkannt und in Arbeit. Man arbeite an Lösungsvorschlägen. Passiert ist bis heute allerdings nichts. Und wie es aussieht, wird sich im Bereich Almeaue/Ahornallee auch so schnell nichts ändern. "Nach 2013 hat es im Bereich des Almeparks einige wesentliche Entwicklungen gegeben, die eine Zurückstellung der Gehweganlagen erforderte", heißt es auf Nachfrage der Neuen Westfälischen beim Straßen- und Brückenbauamt der Stadt. Gemeint ist wohl das neue Trainings- und Nachwuchs-Leistungszentrum des SC Paderborn. Auch Firmenneubauten sind in dem Gebiet seither entstanden. Vor der Entwicklung der Bauvorhaben seien 2015/2016 die notwendige Kanalisation und Versorgungsleitungen zur Erschließung des "Almepark Nord" erstellt worden, heißt es bei der Stadt: "Ein Ausbau der Almeaue ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend", unter anderem, weil ein tieferliegendes Grundstück im Einmündungsbereich zur Paderborner Straße derzeit noch angefüllt werde. Und weil in dem Gebiet wegen einiger Sportanlagen noch mit weiteren intensiven Bautätigkeiten zu rechnen sei. Eine Umstrukturierung der Verkehrsführung sei aber vorgesehen, so die Stadt, ohne einen Zeitkorridor zu nennen. So soll die Gebietserschließung künftig im Wesentlichen über die Lise-Meitner-Straße erfolgen. Der nördliche Bereich Almeaue wird im Bereich der Wohnbebauung verkehrsberuhigt. Bevor dieser Bereich allerdings abgehängt werden könne, müsse die Straße im Bereich der geplanten Parkplatzanlage "Dirkmorfeld" bis zur Almeaue verlängert werden. Der weitere Verlauf der Almeaue in Richtung Ahornallee solle beidseits mit Gehwegen sowie Radfahrsicherheitsstreifen ausgestattet werden. Wie die weitere Erschließung an die Ahornallee erfolgen soll, sei noch unklar. "Die künftige Bebauung des Grundstückes gegenüber dem Ahornsportpark und damit verbundene Erschließungsnotwendigkeiten sind noch nicht absehbar", so die Antwort des Straßen- und Brückenbauamtes.

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