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Zum Richtfest: Adelhard Türling und Michael Scheibe (v.l., beide Geschäftsführer Axon) und Oliver Vorwick (Geschäftsführer Neam) planen einen IT-Workspace für junge Start-up-Firmen. - © Marc Köppelmann
Zum Richtfest: Adelhard Türling und Michael Scheibe (v.l., beide Geschäftsführer Axon) und Oliver Vorwick (Geschäftsführer Neam) planen einen IT-Workspace für junge Start-up-Firmen. | © Marc Köppelmann

Paderborn IT-Firmen gehen mit Bauprojekt neue Wege

Richtfest: Der Neubau im Technologiepark soll bis Februar 2017 bezugsfertig sein. Neben den IT-Firmen Neam und Axon zieht die Internetagentur Code-X und ein Workspace für IT-Unternehmen in das Gebäude ein

Franz Purucker
26.08.2016 | Stand 26.08.2016, 14:33 Uhr

Paderborn. Hauseigene Sauna, Fitnesscenter und Volleyballplatz - alles jederzeit frei zugängig für die Mitarbeiter im Unternehmen. Was nach einem Büro in der amerikanischen IT-Hochburg Silicon Valley klingt, ist das gemeinsame Bürogebäude der Firmen Neam und aXon im Technologiepark Paderborn. "Wir wollen Arbeit neu denken", beschreibt Michael Scheibe, Geschäftsführer bei aXon, das Konzept der beiden Firmen, die zum Betrieb des Gebäudes ein gemeinsames Unternehmen gegründet haben. Beide Firmen verdienen ihr Geld in der IT-Branche und sind seit Jahren auf Wachstumskurs. Deshalb wird seit Anfang des Jahres ein neuer Gebäudeteil gebaut. Der Rohbau steht inzwischen, am Mittwoch wurde der Richtspruch verlesen. Neben den beiden Eigentümern nimmt in dem Haus unter anderem die Internetagentur code-x eine Etage ein. Im Erdgeschoss ist ein sogenannter IT-Workspace geplant - also Büroräume, die junge IT-Unternehmen nach Bedarf anmieten und gemeinsam nutzen können: "Wir wollen aber nicht nur Büroraum zur Verfügung stellen, sondern auch neue Konzepte und Raum für neue Unternehmenskultur geben", sagt Michael Scheibe, Geschäftsführer bei aXon. Details zur Einrichtung wollen die Firmenchefs von aXon und Neam noch nicht preisgeben. Eine Besonderheit ist aber im Rohbau bereits zu erkennen - die Arena. "Was auf den ersten Blick wie ein Pool aussieht, wird ein kleines Amphitheater, das Vorträgen, Know-how-Transfer und dem Austausch dienen soll", erklärt Adelhard Türling, ebenfalls Geschäftsführer bei aXon. Bürgermeister Michael Dreier lobt, dass sich die beiden Unternehmen für den IT-Nachwuchs, welcher in der wenige hundert Meter entfernten Universität ausgebildet wird, einsetzen: "So können Sie den IT-Nachwuchs hier am Standort halten." Neben der Hoffnung von den Start-Ups zu profitieren, könnte der Einsatz mit der Vergangenheit der Firmengründer zusammenhängen: "Als wir vor 20 Jahren aus der Uni kamen, waren die Standardjobs, die man uns angeboten hat, nichts für uns", sagt Türling. Heute entwickeln sich beide Unternehmen prächtig: Das IT-Systemhaus neam mit Spezialisierung auf Netzwerksicherheit zählt 65 Mitarbeiter, aXon, dass Netzwerklösungen für Unternehmen entwickelt, beschäftigt 55 Mitarbeiter. Bis Februar nächsten Jahres soll der Bau bezugsfertig sein. Außer den Start-Up-Büros sind alle Flächen vermietet.

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