Setzen sich für Geflüchtete ein: (v.l.) Julia Overkämping und Christiane Frank vom Freien Beratungszentrum freuen sich auf die Zusammenarbeit mit neuen Patinnen für die Familien. - © Kinderschutzbund
Setzen sich für Geflüchtete ein: (v.l.) Julia Overkämping und Christiane Frank vom Freien Beratungszentrum freuen sich auf die Zusammenarbeit mit neuen Patinnen für die Familien. | © Kinderschutzbund

Paderborn Neues Patenprojekt für Flüchtlingsfamilien

Ehrenamtliche Betreuer für Kinder und Jugendliche gesucht

Paderborn. Mehrere tausend Flüchtlingsfamilien sind im vergangenen Jahr im Kreis Paderborn angekommen, darunter allein mehr als 1.700 Kinder und Jugendliche. Zur Hilfe dieser Kinder und Familien gibt es jetzt ein neues Patenprojekt. Angeboten wird es vom Freien Beratungszentrum (FBZ) Paderborn in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Paderborn. Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt von der Deutschen Fernsehlotterie. Es richtet sich an Flüchtlingsfamilien, deren Kinder bei Anforderungen in ihrer neuen Lebenssituation Orientierungshilfe und Unterstützung benötigen. Die Projektleiterinnen Christiane Frank und Julia Overkämping wenden sich an interessierte Ehrenamtliche: „Zur Umsetzung des Vorhabens suchen wir Paten, die gerne Kontakt zu Kindern von Familien mit einem anderen kulturellen Hintergrund aufbauen, diese begleiten und unterstützen möchten. Dabei profitieren wir von unseren Erfahrungen mit einem bereits seit zehn Jahren bestehenden Patenprojekt." So berichten bereits aktive Patinnen, dass sie ihr ehrenamtliches Engagement als sehr bereichernd und sinnvoll erleben. Im Zusammensein mit den geflüchteten Kindern und ihren Eltern erleben sie hautnah, wie durch ihr Engagement Schwierigkeiten bewältigt werden können und erste Schritte einer Integration möglich sind. Die Patin und „ihre" Familie lernen sich bei Treffen in der Unterkunft oder Wohnung der Familie kennen. Die Unterstützungsmöglichkeiten können vielfältig sein und richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Familie mit ihren Kindern. In erster Linie soll es hierbei jedoch um die Unterstützung der Eltern und ihrer Kinder gehen. Die Vermittlung von Sport- und Freizeitmöglichkeiten für die Kinder, gemeinsame Freizeitgestaltung und bei Bedarf Hilfen beim Lesen und Ausfüllen von Dokumenten sowie die Vermittlung von Beratungsdiensten können eine Patenschaft ausmachen. Wünschenswerte Qualifikationen der Ehrenamtlichen sind in erster Linie Freude im Umgang mit Kindern und deren Eltern, Verantwortungsgefühl, Interesse am kulturellen Austausch und die Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Zur Vorbereitung und Begleitung der ehrenamtlichen Tätigkeit finden regelmäßige Schulungen und Supervisionssitzungen durch ausgebildete Fachkräfte statt. Weitere Informationen zum neuen Patenprojekt gibt es am Montag, 27. Juni, von 10 bis 11.30 Uhr in der Nordstraße 8 im Freien Beratungszentrum (FBZ) Paderborn. Interessierte können sich beim Kinderschutzbund unter Tel. (0 52 51) 15 09 54 anmelden.

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