In der Kulturwerkstatt: (v. l.) Klaus Tietze (Keyboard), Uli (Baritonsax), Bernd und Karl (Trompete), Rüdiger (Tenorsax), Frontman Oliver, Elmar (Schlagzeug), Andreas (Bass). - © Gunter Gensch
In der Kulturwerkstatt: (v. l.) Klaus Tietze (Keyboard), Uli (Baritonsax), Bernd und Karl (Trompete), Rüdiger (Tenorsax), Frontman Oliver, Elmar (Schlagzeug), Andreas (Bass). | © Gunter Gensch

Paderborn Blaues Wunder im neuen Gewand

deSOULart: Blaues Wunder startet mit Paderhorns in die Sommersaison

Paderborn. Ein Auferstehungskonzert passt gut in die Osterzeit, das Blaue Wunder mit den Paderhorns im neuen Gewande, startet als "deSOULart" mit geballter Energie in die Sommersaison. Zwei altbekannte Neue, Klaus Tietze mit Schiebermütze am Keyboard, Oliver Mathey mit Filzhütchen und Gesang, bereichern die Formation. Der fantastische Bläsersatz mit Rüdiger und Uli, Tenor- und Baritonsax, Bernd und Karl an den Trompeten wird ergänzt von Stefaan, Andreas und Elmar, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug in der hinteren Linie. Eine Vitalitätsspritze versetzen die neun wackeren Musiker dem zahlreich erschienenen Publikum, unbändige Spielfreude wirkt elektrisierend, Faneltern haben schon ihre Sechsjährigen mitgebracht und tanzen gleich die erste Runde. Eine brisante Nummer jagt die andere, Tradition und Neuanfang wachsen zusammen, Frontmann Oliver bringt als Hampelgenie mit Soulgesang die Körper in Bewegung. "Get on the boat, people, aller Farben und Nationen", ruft er uns zu und verleiht Prince neue Aktualität. Ein kurzes Keyboardsolo gibt das nächste Thema vor, knurrende Saxophone und schrille Trompeten im Wechselspiel, harter Beat und brodelnde Bassfiguren machen die Kleinkunstbühne fast zum Hexenkessel, die Zuhörer krallen sich an den Biergläsern fest. Von "Dancing shoes" und imaginärem Brauttanz erzählen die Arctic Monkeys in hintergründigen Strophen, deSOULart spielt heute mit Sorgfalt erarbeitete Arrangements in ganz persönlichem Stil. "Soul aus regionaler Erzeugung" verheißt verschmitzt das Plakat und man findet musikalisch humorvoll gefasste Themen und Zitate, auch 'Jazzkantine' und 'Fettes Brot' standen Pate für ein schmissiges Programm, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt. Das vielseitige Repertoire und die Kräfte reichen fast bis Mitternacht, Pläne für weitere Konzerte werden schon geschmiedet.

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