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Der Vorstand des "PaderFutterNapfs": (v.l.) Rolf Kalytta (Kassenwart), Wilfried Fuchs (Schriftführer), Olaf Scott (1. Vorsitzender) und Sascha Schlickhoff (2. Vorsitzender) haben ein Herz für Tiere. - © Verein
Der Vorstand des "PaderFutterNapfs": (v.l.) Rolf Kalytta (Kassenwart), Wilfried Fuchs (Schriftführer), Olaf Scott (1. Vorsitzender) und Sascha Schlickhoff (2. Vorsitzender) haben ein Herz für Tiere. | © Verein

Paderborn Futterhilfe für Paderborner Tiere

Neuer Verein „PaderFutterNapf“ will Bedürftige bei der Ernährung ihrer Haustiere unterstützen. Derzeit wird aber noch eine Ausgabestelle gesucht

Birger Berbüsse
07.04.2016 | Stand 07.04.2016, 16:33 Uhr

Paderborn. "Man soll sein Haustier nicht hungern lassen oder sogar abgeben müssen, weil man in einer finanziellen Notlage ist!" Dieser Satz treibt Wilfried Fuchs und seine Mitstreiter an. Sie haben den Verein "PaderFutterNapf" gegründet. Sein Ziel: Bedürftige Tierhalter bei der artgerechten Ernährung ihrer Haustiere zu unterstützen.Den Betrieb hat diese Tafel für Tiere aber noch nicht aufgenommen, derzeit wird noch nach einer geeigneten Ausgabestelle im Stadtgebiet gesucht."Haustiere sind für viele alleinstehende oft der einzige soziale Anker", betont Fuchs. Das Tier bleibe einem treu, auch wenn die menschlichen Freunde weg seien. Deshalb sei das Angebot der Futterhilfe so wichtig: für die arme Rentnerin, den Leistungsempfänger, der lieber hungert als seine Katze aufzugeben, oder den Obdachlosen, der nichts besitzt außer seinen Hund.Hoffnung auf Hinweise aus der Leserschaft Nach der Vereinsgründung im Januar (Vorsitzender ist "Futterhaus-"Inhaber Olaf Scott) hat der "PaderFutterNapf" erste positive Gespräche mit ortsansässigen Zoofachmärkten geführt, ebenso mit dem Tierheim in Schloß Neuhaus, weiteren Initiativen und dem Veterinäramt. Weitere Gespräche mit Futtermittelherstellern und Lieferanten stehen noch aus.Eine geeignete Ausgabestelle hat der Verein allerdings noch nicht gefunden. "Wichtig ist uns, dass sie zentral und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist", hofft Fuchs auch auf Hinweise aus der Leserschaft. Alternativ gebe es aber eine Notlösung.Der Ablauf ist dann vergleichbar wie bei der Tafel für Menschen: Die Bedürftigen werden nach Vorlage eines Nachweises oder durch einen geeigneten "Bürgen" in eine Kartei eingetragen. Hier werden auch die Daten des Tieres erfasst: Das Angebot richtet sich an Besitzer klassischer Haustiere wie Hunde, Katzen, Vögel und Nager.Alle zwei Wochen gibt es gegen ein geringes Entgelt Futter Fuchs betont: "Dieses Tier muss zwingend vor Eintreten der Notlage schon im Haushalt vorhanden gewesen sein." Für "neue" Tiere gebe es keine Unterstützung. Voraussichtlich alle zwei Wochen können diese Tierhalter dann gegen ein geringes Entgelt verfügbares Futter für ihre Tiere abholen. Dieses Futter soll die schwierige Situation etwas erleichtern und wird ergänzend zur Verfügung gestellt. Der Bedarf sei schwer einzuschätzen, so Fuchs. Der Tiertisch Bielefeld habe 2015 über zwei Tonnen Futter ausgegeben.Die Finanzierung des Vereins soll nur durch Sach- und Geldspenden sowie Mitgliedsbeiträge erfolgen. Geldmittel werden dann bei den Partnern in Futtermittel eingetauscht. "Auch verschlossene Ware, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, darf weiterverwendet werden", betont Fuchs. Mit dem "Futterhaus" an der Detmolder Straße wurde eine erste Annahmestelle gefunden.

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