Beim symbolischen Spatenstich: (v. l) Ingo Dreker (Bauleiter Firma Dreker), Adelhard Türling und Michael Scheibe (beide Geschäftsführer Axon), Oliver Vorwick und Kai Wittenburg (beide Geschäftsführer Neam), Claudia Günther (Architektin) und Franz-Josef Dreker (Geschäftsführer Dreker) schippen voller Elan Erde in die Luft. Das neue Gebäude spiegelt den Bau im Hintergrund. - © holger kosbab
Beim symbolischen Spatenstich: (v. l) Ingo Dreker (Bauleiter Firma Dreker), Adelhard Türling und Michael Scheibe (beide Geschäftsführer Axon), Oliver Vorwick und Kai Wittenburg (beide Geschäftsführer Neam), Claudia Günther (Architektin) und Franz-Josef Dreker (Geschäftsführer Dreker) schippen voller Elan Erde in die Luft. Das neue Gebäude spiegelt den Bau im Hintergrund. | © holger kosbab

Paderborn Zwei Paderborner IT-Firmen bauen im Technologiepark gemeinsam

Die Unternehmen Neam und Axon investieren im Technologiepark in einen zweiten Gebäudeteil. Beide Firmen kooperieren seit über zwei Jahren

Paderborn. Sie sind Spezialisten im Bereich IT, die beiden Paderborner Unternehmen Axon und Neam. Seit zwei Jahren arbeiten sie zudem eng zusammen - und wachsen. Gemeinsam haben sie bereits das Gebäude Nummer 8 im Paderborner Technologiepark gebaut. Doch beide Firmen expandieren weiter. Deshalb entsteht direkt nebenan für 3,7 Millionen Euro ein zweiter Neubau. Der Einzug ist zum Jahresbeginn 2017 geplant. Beim Spatenstich für das neue Gebäude erinnerte der Neam-Geschäftsführer Oliver Vorwick an den Dezember 2013, als er das erste Mal symbolisch Erde in die Luft geschippt hatte. Wer habe damals wohl daran gedacht, "dass wir uns so schnell hier wiedersehen", sagt Vorwick. Der Neubau ist in den Abmessungen identisch mit dem bisherigen Domizil im Technologiepark 8. Die auf fünf Ebenen geplanten 2.500 Quadratmeter sind lediglich gespiegelt. Schon beim Bau der alten Räumlichkeiten hatten sich die Bauherren mit einem entsprechenden Bauantrag und Grundkonzept die Option geschaffen. Die Kooperation von Axon und Neam läuft unter dem Namen IT-Workspace. In beiden Unternehmen geht es um den Arbeitsplatz der Zukunft. Dabei werden beide Firmen die künftigen Räumlichkeiten nur zum Teil selbst nutzen, der Rest wird an andere Unternehmer vermietet. Oliver Vorwick (Neam) und Axon-Geschäftsführer Adelhard Türling haben hier vor allem Start-Ups - Jungunternehmen - im Blick, die sogenannte Coworking-Arbeitsplätze benötigen. Ihnen bieten Axon und Neam zudem Coachings an. Türling sagt, dass beispielsweise ein mittelständisches Unternehmen heute eine umfangreiche IT-Struktur benötige. Und diese bekomme es von der Neam-Axon-Kooperation, dazu zählt etwa ein IT-Sicherheitskonzept. Weitergehend gehe es um Software für die gezielte Kundenansprache in einer digitalisierten Welt und um Fragen wie: Wie finde ich neue Kunden? Begonnen wurde mit der Kooperationsidee bereits beim Bau des ersten Gebäudeteils, sagt Türling. Im zweiten Abschnitt wird das Konzept fortgeführt. Herzstück ist eine sogenannte Arena im Erdgeschoss - eine Art moderne Manege. Diesen Raum können die Mieter beispielsweise für besondere Präsentationen vor potenziellen Kunden nutzen. Errichtet wird der Erweiterungsbau im Energie- und Effizienzhausstandard KfW 55. Teil des Konzepts ist zudem eine Elektro-Auto-Flotte mit zehn Fahrzeugen und entsprechend vielen Ladestationen, die durch Solarenergie gespeist werden. Das Unternehmen Neam hat 2015 mit 61 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp sechs Millionen Euro erwirtschaftet. Bei Axon (50 Mitarbeiter) waren es 3,5 Millionen Euro.

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