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Rathausplatzz: Sigrid Beer (v. l.) , Landtagsabgeordnete der Grünen, Gabriele Müller, Carsten Birkelbach, Kreisvorsitzender der Grünen, Norika Creuzmann, Kreisvorsitzende der Grünen, Markus Müller von BUND, Patrick Ehlich von den Grünen und Katharina Müller mahnen gegen Atomenergie. - © Christian Geisler
Rathausplatzz: Sigrid Beer (v. l.) , Landtagsabgeordnete der Grünen, Gabriele Müller, Carsten Birkelbach, Kreisvorsitzender der Grünen, Norika Creuzmann, Kreisvorsitzende der Grünen, Markus Müller von BUND, Patrick Ehlich von den Grünen und Katharina Müller mahnen gegen Atomenergie. | © Christian Geisler

Paderborn Mahnwache gegen Atomenergie und rechte Szene

Etwa 30 Demonstranten erinnern an die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl. Eine zweite Gruppe setzt sich für die Willkommenskultur und gegen Ausgrenzung ein

Christian Geisler
12.03.2016 | Stand 11.03.2016, 23:32 Uhr

Paderborn. Die Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima jähren sich, 30 beziehungsweise 5 Jahre sind die Atomunfälle aus der Ukraine und Japan nun her. Aus diesem Grund riefen der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der runde Tisch "Paderborner Land 100 Prozent erneuerbar" und der Kreisverband Bündnis 90/die Grünen am Freitag zu einer Mahnwache auf. "Wir wollen den Menschen aus diesen Regionen gedenken", sagte Markus Müller, Vorsitzender von BUND, und ergänzte: "Das sind heute noch über 100.000 Menschen, die evakuiert sind und in Notunterkünften leben." Etwa 30 Personen erinnerten mit Hilfe der Mahnwache an die Katastrophen, zugleich protestierten sie gegen den Weiterbetrieb und die drohende milliardenschwere Steuerbefreiung für die acht noch laufenden Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland. "Wichtig ist, dass man mahnt. Wir haben AKW in Deutschland. Die Unglücke sind zwar viele Kilometer entfernt passiert, trotzdem gilt es, Flagge zu zeigen", erzählte Müller. Zwar sei noch unklar, ob die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängert werde, trotzdem positioniere man sich auch durch die Mahnwache klar für Schließungen. "Dass man Schrottreaktoren überhaupt noch laufen lässt, ist ein Skandel", pflichtet ihm Sigrid Beer, Landtagsabgeordnete der Grünen bei. Klaus Schüssler lieferte zur Thematik die passende Musik. Heute informiert der BUND an einem Stand vor P&C in der Westernstraße. Und auch am Kirchplatz in der Nähe vom Westerntor gab es eine stille Mahnwache. Vor der Herz-Jesu-Kirche demonstrierten Paderbunt und das Bündnis gegen Rechts gegen rechtsradikale Parolen. Gleichzeitig wurden neue Ideen "Für Willkommenskultur - gegen Ausgrenzung" vorgestellt. "Der Kirchplatz ist symbolisch besetzt", erläuterte Reinhard Menne von Paderbunt und fügte hinzu: "Wir möchten den Platz zurück erobern. Das ist ein öffentlicher Platz, auf dem Rechtsradikalismus und Rassismus nichts verloren haben." Die Organisation hängte Parolen der AfD aus, ordnete sie ein, wies im Gegenzug auf die Willkommenskultur der Paderborner hin. "Wir wollen deutlich machen, dass wir hier sind. Das ist der Platz der Paderborner. Aber es ist eine stille Mahnwache. Wer möchte, kann sich informieren, das ist heute nur der Auftakt", sagte Menne. Denn eine weitere Mahnwache gegen Rechts findet heute von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Herz-Jesu-Kirchplatz statt.

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