Initiatorin und Gewinnerin: Anastasia Folman (rechts) übergibt den Hauptpreis an Jana Grünberg. - © Dietmar Gröbing
Initiatorin und Gewinnerin: Anastasia Folman (rechts) übergibt den Hauptpreis an Jana Grünberg. | © Dietmar Gröbing

Paderborn Jana Grünberg als beste Kinderfotografin prämiert

Die 37-Jährige nimmt die Trophäe aus den Händen der Paderbornerin Anastasia Folman entgegen

Dietmar Gröbing

Paderborn. Am Samstag machte das Welcome-Hotel seinem Namen alle Ehre. Die Vereinigung professioneller Kinder- und Jugendfotografen hieß rund 80 Bildkünstler am Fürstenweg willkommen. Hintergrund war die zum zweiten Mal abgehaltene Fotografengala. Nach der letztjährigen Premierenveranstaltung in Frankfurt rückte nun die Paderstadt in den Fokus aller Fotografen, die mit Hilfe der Kinder- und Jugendfotografie ihren Lebensunterhalt verdienen. Und das sind mehr als man vermutet, ist das Berufsfeld doch ein zunehmend beliebtes. Nicht zuletzt aufgrund des Zusammentreffens von Handwerk und Kreativität, Basiswissen und künstlerischer Freiheit. Hinzu kommt die Arbeit mit Kindern und Heranwachsenden, die Einfühlungsvermögen, Fantasie und thematische Fokussierung erfordert. "Bei der Vereinsgründung im Jahr 2006 gab es relativ wenige Kinderfotografen", sagt die Vorsitzende der Vereinigung professioneller Kinderfotografen, Anastasia Folman. In den zurückliegenden zehn Jahren hat sich nicht nur die Anzahl der Profis deutlich erhöht, sondern allgemein "viel geändert", wie die Paderbornerin zu berichten weiß. So stellt sich das Berufsfeld inzwischen methodisch anders dar. Statt standardisierter Studiofotografie vor weißer Wand, geht der Bildarrangeur mit den Protagonisten wenn möglich ins Freie und platziert sie in vertrauter Umgebung. Zusätzlich ersetzt natürliches Licht die künstliche Illumination, was einen positiven Effekt nach sich zieht. Zunächst das Wort im Fokus Fotografiert werden entgegen des Vereinsnamens nicht nur Kinder. Auch angeschlossene Altersgruppen sind gern und oft vor der Kamera vertreten. Schwangere, Neugeborene, Babys, Kinder, Teenager und Familien erfahren bildliche Erfassung und werden durch den oder die Fotografen professionell betreut. Vorbildliche Betreuung erfuhren auch die geladenen Gäste der Gala. Wobei es am Samstagabend weniger um Arbeit denn um Spaß, Information, den Austausch mit Kollegen und einen entspannten Abend in angenehmer Atmosphäre ging. Für letzteren Punkt sorgte ein festlich geschmückter Ballsaal, der den anwesenden Personen für mehrere Stunden als Aufenthaltsort diente. Grund war eine straffe Agenda, die zunächst das Wort in den Fokus rückte. Ein Fachvortrag informierte die angereisten Fotografen über die neuesten Entwicklungen auf dem Präsentationssektor. Denn schöne Fotos erfordern eine ebenso schöne Verpackung. Für die der Fotograf gegebenenfalls selber sorgen kann. Das Auge isst schließlich mit. Der Mund allerdings auch. Und der bekam beim angeschlossenen Dinner einiges zu tun. Wofür ein mehrgängiger Speiseplan sorgte, der indirekt zum Finale überleitete. Der Schlussakt wiederum war der unbestrittene Höhepunkt des Events, das bis zu diesem Zeitpunkt nur eine Frage offenließ: "Wer ist der oder die beste Kinderfotograf/in des Jahres 2015?" Antwort: Jana Grünberg aus Bremen. Die 37-Jährige entführte auf Geheiß der international besetzten Jury den Titel samt Trophäe in die Hansestadt.

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