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Paderborn Nazi-Schmiererei an Notunterkunft

Sigrid Beer: Kritik an geplanter AfD-Kundgebung und an der Attacke an der Wollmarktstraße

Peter Hasenbein
02.01.2016 | Stand 01.01.2016, 19:48 Uhr

Paderborn. In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember ist es zu einem Vorfall an der Notunterkunft in der Wollmarktstraße gekommen: Wie die Polizei gestern bestätigte, haben Unbekannte ein Hakenkreuz verkehrt herum auf die Wand gemalt und das Wort "raus" daneben geschrieben. Augenzeugen hätten gesehen, wie zwei Personen geflüchtet seien und hätten daraufhin die Polizei alarmiert. Der Staatsschutz ist eingeschaltet. Er war gestern allerdings auf Nachfrage der NW nicht zu erreichen. "Wir dürfen auf dem rechten Auge auch in Paderborn nicht blind sein, das zeigt die Attacke mit der Nazi-Schmiererei auf die Unterkunft", reagierte Sigrid Beer auf den Vorfall. Die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete holte auch zu scharfer Kritik an der angekündigten Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) am 15. Januar in Paderborn aus: "Alexander Gauland einzuladen, ist ein Affront gegenüber allen, die sich ehrenamtlich für die geflüchteten Menschen engagieren. Er betitelt sie schließlich als ,nützliche Idioten?", bringt Beer mit Blick auf den Fraktionsvorsitzenden der AfD im Brandenburger Landtag in Erinnerung und legt nach: Gauland gehöre "zu den Rechtsauslegern der rechten AfD, die offen Ressentiments schüren und damit fremdenfeindlicher Gewalt den Weg bereiten": Diejenigen, die sich in Paderborn auf einer AfD-Versammlung tummeln würden, seien "weder das Volk noch die Sachwalter unserer demokratischen Grundwerte. Ganz davon zu schweigen, dass christliche Nächstenliebe und humanitäres Engagement mit Füßen getreten werden. Paderborn ist weltoffen, hier ist kein Platz für braune Rattenfänger", betont Sigrid Beer in ihrer Pressemitteilung.

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