Siegerehrung: (v. l.) Christian Mönikes (Jugendoffizier Heidekompanie), Fabian Füller und Florian Kaese (Sieger Herren/Heidekompanie), Lisa Horn und Marie Freesmeier (Sieger Kinder/Paderpiraten), Nadine Piepenbrock und Lorain Mönikes (Sieger Damen/Heidekompanie) sowie Alexander Mönikes (Jungschützenmeister Heidekompanie. - © Heidekompanie
Siegerehrung: (v. l.) Christian Mönikes (Jugendoffizier Heidekompanie), Fabian Füller und Florian Kaese (Sieger Herren/Heidekompanie), Lisa Horn und Marie Freesmeier (Sieger Kinder/Paderpiraten), Nadine Piepenbrock und Lorain Mönikes (Sieger Damen/Heidekompanie) sowie Alexander Mönikes (Jungschützenmeister Heidekompanie. | © Heidekompanie

Paderborn Paderborner Jungschützen paddeln für den guten Zweck

Heide-Schützen: Die Jugendabteilung veranstaltet ein feuchtfröhliches Event im Rolandsbad. Alle Teilnehmer müssen eine Strecke möglichst schnell bewältigen

Paderborn. Wie meistens im Rolandsbad stand auch am Samstag das nasse Element im Mittelpunkt des Geschehens. Grund war ein schützengerechter Aufruf der Heidekompanie, die zum wiederholten Mal ihren Paddelkönig ermittelte. Der übergeordneten Thematik gemäß, richtete sich der Fokus der teilnehmenden Damen und Herren auf das 50-Meter-Becken des Freibades, das mehrmals durchquert werden musste. Dabei galt es, die vorgeschriebene Strecke möglichst geschickt und möglichst schnell zu absolvieren. Nur die Verbindung beider Richtlinien ließ das fokussierte Ziel in greifbare Nähe rücken. Schließlich ging es darum, "Paddelkönig der Heide-Schützen" zu werden. Zahlreiche Angehörige der Heider Jugendkompanie hatten sich in unmittelbarer Nähe des Schützenplatzes eingefunden. Dort gingen die Wasserspiele zum mittlerweile achten Mal über die öffentliche Bühne. Die war am Wochenende eine große, denn im Schatten des Sprungturms kamen kindliche wie erwachsene Wasserratten zusammen. Die saßen jeweils zu zweit in einem Boot, was an die Koordinationsfähigkeit der in verschiedenen Altersklassen startenden Gespanne appellierte. Wind- und Wettereinflüsse mussten ebenso ausgeglichen werden wie etwaige Gleichgewichtsprobleme oder unterschiedliche Paddelfrequenzen. Was meist erstaunlich gut gelang, waren die Teams doch prima aufeinander eingespielt. Zwischen ein und zwei Minuten benötigten die Duos für die Überwindung der vorgegebenen Distanz, die entweder 100 oder 200 Meter betrug. Vor, während und nach dem Wettbewerb gab es die eine oder andere spaßige Einlage zu goutieren. So wagten sich unter anderem die in entsprechende Montur gekleideten Paderpiraten auf die Wasseroberfläche. In Freibeutermanier und mit schwarzem Boot unter den Leibern enterte die Paderborner Crew das Rolandsbad. "Manche betrachten das Unterfangen als Gaudi, andere wiederum als Sport", erklärt der Jugendoffizier der Heidekompanie, Christian Mönikes, die unterschiedlichen Sichtweisen der Herausforderung. Doch in einem Punkt sind sich alle Teilnehmer einig: "Sitzt man erst Mal im Boot, ist der Ehrgeiz geweckt." Was auch für die syrischen Flüchtlingskinder galt, die beim Paddeln vollen Einsatz zeigten. In die Konkurrenz eingebunden wurden sie von den federführenden Schützen. Die haben sich der Kinder innerhalb eines beispielhaften Integrationsprojekts angenommen. An mehreren Fronten bemühen sich die Verantwortlichen um Hauptmann Heinz-Josef Nötges um die Eingliederung der heranwachsenden Neubürger. Sämtliche Einnahmen des feuchtfröhlichen, von einer After Paddelparty gerahmten Spektakels, kommen dem Verein "Hilfe für krebs- und schwerstkranke Kinder" zu gute. Verwendet wird die Spendensumme laut der Vorsitzenden Marita Neumann für "Kinderbücher, Lernspiele und die Kinderkrebsstation in Bethel".

realisiert durch evolver group