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Ziehen ein positives Fazit: (v. l.) Christian Stork, Jens Reinhardt, Irmgard Kemper (Tourist-Info), Martin Hornberger, Bernd Schäfers-Maiwald und Karl-Heinz Schäfer sind zufrieden mit dem Verlauf der Kampagne. Zum Abschluss präsentieren sie die recycelten Einkaufs- und Umhängetaschen. - © Marc Köppelmann
Ziehen ein positives Fazit: (v. l.) Christian Stork, Jens Reinhardt, Irmgard Kemper (Tourist-Info), Martin Hornberger, Bernd Schäfers-Maiwald und Karl-Heinz Schäfer sind zufrieden mit dem Verlauf der Kampagne. Zum Abschluss präsentieren sie die recycelten Einkaufs- und Umhängetaschen. | © Marc Köppelmann

Paderborn Stadt zieht Bilanz ihrer Imagekampagne

Stadt beendet „Paderborn ist erstklassig“ / Aus Banner werden Taschen

Katharina Multhaupt
14.08.2015 | Stand 14.08.2015, 08:20 Uhr

Paderborn. Sie war ein großer Erfolg, doch jetzt ist Schluss: Die Stadt Paderborn hat sich entschlossen, die im vergangenen August nach dem Aufstieg des SC Paderborn in die erste Fußball-Bundesliga gestartete Imagekampagne „Paderborn ist erstklassig“ zu beenden. Unter der Dachmarke „Paderborn überzeugt“ werde man die Stärken der Stadt jedoch auch weiterhin promoten, sagt Jens Reinhardt, Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing. „Wir schieben die Kuh vom Feld. Samstag für Samstag“ oder „Chancenverwertung können wir. Paderborn bleibt jung durch Geburtenüberschuss“: Nicht nur mit diesen Slogans haben die Verantwortlichen im vergangenen Jahr die Euphorie des SCP-Aufstiegs aufgegriffen und offensiv Werbung für die Stadt Paderborn gemacht. Auch Riesenposter an der Autobahn bei Guxhagen und Bad Nenndorf sowie im Kasseler und Bochumer Bahnhof, Plakate mit frechen Sprüchen in der Nähe des Berliner und des Dortmunder Stadions, Imagevideos, Anzeigen, ein Internetauftritt oder kleine Mitbringsel wie Postkarten, Aufkleber und Kugelschreiber halfen dabei, das Image der Stadt Paderborn kräftig aufzupolieren. „Wir haben eine Kampagne entwickelt, die die Stadt voran gebracht hat“, sagt Christian Stork, Koordinator der Imagekampagne. Und auch Bernd Schäfers-Maiwald vom Verein „Paderborn überzeugt“ ist sich sicher: „Die Kampagne hat eine sehr gute Wirkung nach außen und innen erzielt.“ Nach innen deswegen, weil auch so mancher Paderborner „Schätze“ in seiner Stadt wieder neu entdeckt habe und mit einem neuen Selbstbewusstsein durch Paderborn gehe. Martin Hornberger, geschäftsführender Vizepräsident des SCP sagt, man merke den Bürgern ihren Stolz darüber an, dass man nun nicht mehr jedem erklären müsse, wo Paderborn liege. „Die Kampagne hat von Seiten des SCP ein erstklassiges Lob verdient.“ Karl-Heinz Schäfer, Geschäftsführer der Paderborner Tourist-Info, der im vergangenen Jahr auch zahlreiche auswärtige Medienvertreter durch die Stadt führte, spricht von einem „großen Sprung fürs Image“. Dass die Kampagne nun trotz der positiven Resonanz ein Ende findet, hänge damit zusammen, dass die „Strahlkraft Fußball“ zwar immer noch vorhanden, aber durch den Abstieg des SCP nicht mehr so stark zu spüren sei wie zur Zeit der Erstklassigkeit, sagt Jens Reinhardt. Da das Konzept sehr stark an den Fußball angelehnt gewesen sei, dürften sich die Erfolge unter dieser Prämisse vermutlich nicht mehr in der bisher dagewesenen Größe einstellen. „Und wir haben jetzt die Souveränität zu sagen: Das, was wir wollten, haben wir erreicht.“ Doch auch in Zukunft soll weiter kräftig am Image der Stadt Paderborn gefeilt werden. Reinhardt: „Wir haben in gewisser Weise einen Maßstab gesetzt, den es gilt, zu halten.“ Neue Ideen seien bereits in den Köpfen. Welche genau, wollte Reinhardt nicht verraten. Nur so viel: „Wir werden Highlights in Paderborn unterstützen, die sich im Fahrwasser ,erstklassig’ bewegen.“ Für alle, die sich nur schwer von der Imagekampagne „Paderborn ist erstklassig“ trennen können, gibt es ab heute in der Tourist-Info ganz besondere Taschen zu kaufen: Sie wurden von Menschen mit Behinderungen in Bruchsal aus den für die Kampagne verwendeten Bannern gefertigt. Eine Einkaufstasche kostet 10 Euro, eine Umhängetasche 15 Euro. Ein Teil des Erlöses geht an die Stiftung Lebenslauf, deren Vorsitz der Paderborner Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann inne hat und die sozial benachteiligte Jugendliche unterstützt. „Wir wollten keinen Berg Müll produzieren und auch im Nachgang sagen können: Die Kampagne war durchdacht von vorne bis hinten“, meint Stork.

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