Notunterkunft: Anfang Oktober wollen die Betreiber allerdings wie geplant mit der Eislauf-Saison starten. ? - © Foto: Marc Köppelmann
Notunterkunft: Anfang Oktober wollen die Betreiber allerdings wie geplant mit der Eislauf-Saison starten. ? | © Foto: Marc Köppelmann

Paderborn Flüchtlinge ziehen in die Eissporthalle ein

28.07.2015 | Stand 28.07.2015, 19:39 Uhr

Bei der Suche nach Notunterkünften für Flüchtlinge ist die Stadt offenbar gezwungen, immer ungewöhnlichere Orte anzumieten: Voraussichtlich ab 3. August sollen 150 bis 200 Personen in die Eissporthalle Mönkeloh einziehen, wie die Stadt gestern in einer Pressemitteilung bekanntgab. Die Bezirksregierung Detmold hatte die Stadt Paderborn demnach gebeten, kurzfristig eine Notunterkunft für Asylsuchende einzurichten. Damit sei erstmals die gesamte Projektverantwortung für die Errichtung und Koordination einer Notunterkunft auf die Stadt Paderborn übertragen worden.

Erste Gespräche mit den zukünftigen Betreuern dieser neuen Unterkunft, der Johanniter Unfallhilfe, fanden bereits statt. „Wir versuchen so schnell und effektiv wie möglich die Unterkunft einzurichten und die Fürsorge zu gewähren. Die Planungen und auch die Umsetzung dieses Vorhabens sind aber noch in vollem Gang“, weiß Michael Scholle, zuständiger Projektleiter aus dem Bürgermeisterreferat, zu berichten.

Bürgermeister Michael Dreier: „Ein großes Dankeschön möchte ich insbesondere an das Unternehmen Michels richten, das uns die Halle vermietet, sowie auch an die Johanniter Unfallhilfe und allen anderen Helfern. Für die Stadt ist das Projekt eine enorme Herausforderung, die wir nur gemeinsam lösen können. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener städtischer Fachämter sind an der Umsetzung tatkräftig beteiligt.“

Die Betreiber der Eishalle gehen allerdings davon aus, dass es sich bei der Notunterkunft um eine Zwischenlösung handelt. Wie sie gestern auf Nachfrage der NW bestätigten, wollen sie die Eishallen-Saison wie geplant Anfang Oktober starten.

Hintergrund: Das NRW-Innenministerium hatte aufgrund der sehr angespannten Lage im Hinblick auf die immer weiter steigenden Flüchtlingszahlen alle Bezirksregierungen in NRW gebeten, kurzfristig Notunterkünfte in den jeweiligen Regierungsbezirken zur Verfügung zu stellen. Im Zuge dessen sind zunächst die kreisfreien Städte und nun die großen kreisangehörigen Städte in Nordrhein-Westfalen um Hilfe gebeten worden.

Die Detmolder Bezirksregierung ist zuständig für die Einrichtung und Koordination von Notunterkünften in Ostwestfalen-Lippe. Federführend für die Zuweisung der Flüchtlinge in NRW ist die Bezirksregierung Arnsberg.

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