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Paderborn 13-jähriger Exhibitionist von Polizei gefasst

Junge kommt für mehrere Straftaten infrage

03.07.2015 | Stand 02.07.2015, 19:35 Uhr

Paderborn. Die Polizei in Paderborn hat einen Jungen identifiziert, der im Verdacht steht, am Montagnachmittag als Exhibitionist gegenüber einer Frau aufgetreten zu sein (die NW berichtete). Der Junge hatte sich auf dem Philosophenweg einer Frau in schamverletzender Weise gezeigt. Als die 50-Jährige den Täter auf sein Handeln ansprechen wollte, war er in Richtung Auf der Lieth geflüchtet. Eine Fahndung war zunächst erfolglos geblieben.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen war bekannt geworden, dass es bereits am Montagmittag zu einer ähnlichen Tat an der Arndtstraße gekommen war. Dort war eine Frau mit ihrem Kind auf dem Weg zu einem Supermarkt von einem unbekannten Jungen verfolgt worden. Als die Paderbornerin den Schüler auf dem Parkplatz des Marktes auf sein merkwürdiges Verhalten ansprach, brüskierte der Junge sie mit einem sexistischen Spruch. Anschließend lief der Junge weg. Die Beschreibung dieses Täters ähnelte sehr stark der des späteren Exhibitionisten.

Rund eine Stunde nach dieser Tat waren dem Hausmeister der Niesenteich-Hauptschule zwei Schüler aufgefallen. Die beiden Jungen waren auf das Dach der Schule geklettert und hatten mit Steinen auf die Oberlichter geworfen. Während einer der beiden Randalierer flüchten konnte, wurde sein Mittäter auf dem Dach festgehalten und von einer Streifenwagenbesatzung befragt.

Neben der Beschreibung des Hausmeisters konnten so auch die Personalien des Flüchtigen, einem 13 Jahre alten Paderborner, ermittelt werden. Da diese Beschreibung identisch war mit den Schilderungen der Frauen, war den Ermittlern nicht nur schnell klar, dass es sich bei allen Taten um den gleichen Täter handeln dürfte, sondern man kannte auch die Identität.

Der strafunmündige Junge wurde daher am Dienstag zu den drei Vorfällen befragt. Dabei gestand er sowohl die Beleidigung begangen zu haben, als auch an der Sachbeschädigung beteiligt gewesen zu sein. Er gab auch zu, auf dem Philosophenweg gewesen zu sein, bestritt aber, sich als Exhibitionist gezeigt zu haben.

Die Polizei prüft, ob der Verdächtige, der der Polizei bislang nicht bekannt war, für weitere Vergehen in der Vergangenheit in Frage kommt.

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