Paderborn Nutzung der Alanbrooke-Kaserne soll Vorbildcharakter haben

Neue Ideen dringend gefragt

Paderborn. Schon 2016 wolen die Briten die Alanbrooke-Kaserne im Herzen der Stadt verlassen. Doch nun sind um so dringender neue Ideen für eine sinnvolle Nachnutzung gefragt. Denn: Aus einem Umzug der Stadtverwaltung dorthin wird wohl nichts. Bis zum Herbst soll dennoch eine Entscheidung fallen über den grundsätzlichen Weg. Längerer Leerstand soll vermieden werden.

Büros, öffentliche Nutzungen, Wohnungen oder auch Gewerbe - wofür eignen sich die historischen Gebäude? Mit welchen Altlasten ist zu rechnen? Was soll mit den Freiflächen im südlichen Bereich geschehehen? Sollte die Stadt überhaupt an ihrem Erstzugriffsrecht auf die Flächen, wenn sie von den Briten aufgegeben werden, festhalten? Die Steuerungsgruppe Konversion des Stadtrates und die Arbeitsgruppe in der Stadtverwaltung zum Thema haben in dieser Woche ein umfangreiches Prüfpaket beschlossen. Damit sollen alle möglichen Alternativen geprüft werden. Nur eines ist klar: Eine Büronutzung wäre auf jeden Fall möglich - das wurde im Laufe der Diskussion um einen Umzug der Stadtverwaltung schon geprüft.

Wie die Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn, Claudia Warnecke, am Donnerstagabend vor dem Planungsausschuss des Stadtrates berichtet, ist der Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles aus den Jahren 1898 bis 1904 weiterhin das Ziel. Auch biete die Öffnung des bislang verschlossenen Kasernengeländes viele positive Effekte für die umgebende Nachbarschaft. Der Umgang damit soll sogar Vorbildcharakter für die weiteren Konversionsaufgaben haben.

Entsprechend will man an dem beabsichtigten städtebaulichen Wettbewerb festhalten. Dafür stehen schon Mittel im Haushalt bereit; an den Kosten beteiligt sich auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die zunächst Eigentümerin wird. Auch die bereits begonnene Beteiligung der Öffentlichkeit sowohl online auf der Konversationsplattform als auch in Form von Veranstaltungen vor Ort soll fortgesetzt werden. Claudia Warnecke: "Die Konversionsflächen stellen ein einzigartiges Potenzial für die weitere räumliche Entwicklung der Stadt Paderborn dar. Eine erfolgreiche Umnutzung der ersten Kaserne ist sowohl das Impulsprojekt für eine nachhaltige Entwicklung des Standortes als auch ein starkes und wichtiges Signal an externe Investoren. Da das Freiwerden weiterer Flächen parallel zur Realisierung der Nachnutzung der Alanbrooke-Kaserne erfolgt, soll von dieser eine positive Signalwirkung ausgehen."

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