Bürger sollen über Konversion mitreden

Konzept für Kaserne an Elsener Straße hat Priorität

Paderborn (ig). Der für 2016 geplante Beginn des Abzugs britischer Streitkräfte aus Paderborn bedeutet schon jetzt einen Kraftakt für die Stadt Paderborn. Um Landeszuschüsse für den Umbau der dann frei werdenden Allanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße in die neue Paderborner Stadtverwaltung zu bekommen, muss schon bis zum Sommer nächsten Jahres ein städtebaulicher Entwurf als Grundlage für einen neuen Bebauungsplan verabschiedet werden. Dieser wiederum muss nach Vorgaben der Landesregierung Teil eines sogenannten Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt West sein, in dem auch Festlegungen über das Areal rund um die Königsplätze getroffen werden. Gravierend hier: Die Wiederbelebung des Bereichs zwischen Königsplätzen und Westernmauer und eine mögliche Verlegung der zentralen Busstation an die Friedrichstraße.

Reichlich Arbeit also für Planer und Kommunalpolitiker. Den durchaus drängenden Zeitplan stellte am Donnerstag der Leiter des Stadtplanungsamtes, Volker Schulze, der vom Rat gebildeten Steuerungsgruppe Konversion vor. Diese tagte zum ersten Mal in ihrer nach der Kommunalwahl nun für die nächsten sechs Jahre gültigen Zusammensetzung mit diversen neuen Mitgliedern. Schulze berichtete zudem von Gesprächen mit der Landesregierung in Düsseldorf, bei denen der Stadt Paderborn dringend empfohlen worden sei, Prioritäten im Prozess der Umwandlung von insgesamt fünf Kasernengeländen und großer Übungsflächen zu setzen: Mehr als zwei solcher Handlungskonzepte mit hohem Förderbedarf aus Düsseldorf zeitgleich – konkret im Gespräch ist ein weiteres Konzept zur Zukunft von Sennelager – seien für das Land, auch mit Blick auf Ansprüche aus anderen Kommunen, nicht verkraftbar. Bürgermeister Michael Dreier präzisierte daraufhin: "Absolute Priorität muss das Handlungskonzept Innenstadt-West haben."

Um möglichst frühzeitig weitere Ideen und Anregungen von Bürgern in die Planungen einfließen zu lassen, wird derzeit ein Kommunikations- und Partizipationskonzept erarbeitet. Eines der wichtigsten Handwerkszeuge dafür solle eine Internetplattform zum Thema werden, die sich ständig weiterentwickelt, berichtete Jürgen Schellert vom Stadtplanungsamt. Konzept und Plattform sollen offiziell am 29. Oktober vorgestellt werden.

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