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Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche, antwortete dem Paderborner Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann auf eine Anfrage.
Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche, antwortete dem Paderborner Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann auf eine Anfrage.

Kreis Paderborn/Berlin Ende des Dauerblinkens in Sicht

Antwort auf Anfrage von Linnemann: Ministerium will Vorschrift für Windräder ändern

09.07.2014 | Stand 08.07.2014, 19:16 Uhr

Kreis Paderborn/Berlin. Das nächtliche Dauerblinken von Windrädern könnte bald ein Ende haben. Wie der Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann mitteilt, will das Verkehrsministerium eine "bedarfsgerechte Befeuerung" ermöglichen. Danach würden die Warnlichter erst dann leuchten, wenn sich ein Flugzeug nähert.

Das geht aus einer schriftlichen Antwort der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche, hervor. Demzufolge brachte das Ministerium kürzlich eine entsprechende Änderung der Verwaltungsvorschrift auf den Weg. Ziel des Ministeriums sei es, die Änderung am 19. September in den Bundesrat einzubringen.

"Endlich bewegt sich hier etwas", freut sich Linnemann über die Mitteilung. Er habe das Thema mehrfach in seiner Fraktion und im Ministerium angestoßen. Der Abgeordnete hofft nun, dass die neue Rechtsgrundlage auch genutzt wird: "Das ist eine echte Chance, um Windräder ohne das lästige Dauerblinken zu betreiben."

Windkraftanlagen müssen derzeit ab einer Höhe von 100 Metern nachts mit Dauerblinklicht zum Schutz vor Flugzeugen gekennzeichnet werden. Im Kreis Paderborn mehren sich seit einigen Jahren die Beschwerden von Anwohnern, die sich durch diese pflichtgemäße Ausstattung der Anlagen massiv gestört und in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sehen.

Auch die Anlagenbetreiber forderten die Politik schon häufiger auf, die Voraussetzungen für den Einsatz einer Technologie zur bedarfsgerechten Befeuerung zu schaffen. Am Flughafen Paderborn/Lippstadt informierte zuletzt das Unternehmen Westfalen-Wind zusammen mit Betreibern technischer Lösungen über adäqute Sicherheitsvorkehrungen.

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