Andreas Krummrey (r.) schaut konsterniert Richtung Wahlergebnis auf der Wand. Wenig begeistert auch SPD-Fraktionschef Franz-Josef Henze (v. l.) und Stadtverbandsvorsitzender Rainer Rings. Bürgermeister Heinz Paus (Mitte) zeigt Gelassenheit. FOTO: MARC KÖPPELMANN - © www.sportpictures.de
Andreas Krummrey (r.) schaut konsterniert Richtung Wahlergebnis auf der Wand. Wenig begeistert auch SPD-Fraktionschef Franz-Josef Henze (v. l.) und Stadtverbandsvorsitzender Rainer Rings. Bürgermeister Heinz Paus (Mitte) zeigt Gelassenheit. FOTO: MARC KÖPPELMANN | © www.sportpictures.de

Paderborn Michael Dreier schafft in Paderborn den Durchmarsch

Die Mehrheit von CDU und FDP schrumpft im neuen Rat auf zwei Stimmen

Während Michael Dreier, umrahmt von seiner Mutter Wilma und seiner Ehefrau Beate, die Arme hoch reißt, schaut sein Vater Franz (v. l.) ihn anerkennend an. Es strahlen mit Sohn Lukas (hinten) mit Freundin Annika Vornefeld (2. v. l.) und Tochter Kirsten Dreier. FOTO: MARC KÖPPELMANN - © www.sportpictures.de
Während Michael Dreier, umrahmt von seiner Mutter Wilma und seiner Ehefrau Beate, die Arme hoch reißt, schaut sein Vater Franz (v. l.) ihn anerkennend an. Es strahlen mit Sohn Lukas (hinten) mit Freundin Annika Vornefeld (2. v. l.) und Tochter Kirsten Dreier. FOTO: MARC KÖPPELMANN | © www.sportpictures.de

Paderborn. Er kam, sah, siegte: Michael Dreier, noch Bürgermeister von Salzkotten, wechselt auf den Chefsessel im Paderborner Rathaus. 59 Prozent der Wähler entschieden sich für ihn als Nachfolger von Heinz Paus. Souverän schaffte der 53-jährige CDU-Mann den Sieg also schon im ersten Wahlgang. Andreas Krummrey (SPD, Grüne, DIP) blieb mit 35,8 Prozent nur ein Achtungserfolg.

Ebenso souverän setzte sich auch der amtierende Landrat Manfred Müller durch, der mit 64,3 Prozent wiedergewählt wurde, allerdings dabei 6 Punkte abgeben musste.

Ihre Partei, die CDU, gewann bei den Ratswahlen in Paderborn zwar im Vergleich zum desaströsen Ergebnis 2009 wieder über drei Prozentpunkte hinzu, konnte sich jedoch den ganzen Abend über nicht sicher sein, ob es mit der mehr als halbierten FDP (4,6 Prozent statt vor vier Jahren 12,2 Prozent) wieder zur Mehrheit reicht.

Drei Punkte zulegen konnte auch die SPD mit 22,3 Prozent. Dafür stagnierten die Grünen. Kurios: Sie müssen dennoch einen Sitz abgeben, weil der Rat insgesamt mit weniger Überhangmandaten auskommt und also wieder kleiner wird. Auch die SPD profitiert vom Stimmenzuwachs und bekommt einen Sitz hinzu. Aber auch die CDU wird stärker und gewinnt drei Mandate. Wie beim letzten Mal holten die CDU-Kandidaten alle 27 Wahlbezirke direkt.

Federn lassen müssen die beiden bisher kleinsten Fraktionen: Die Demokratische Initiative (DIP) büßt mit nur noch 4,6 Prozent zwei ihrer bis dato fünf Sitze ein; die Freie Bürgerinitiative-Freie Wähler (FBI) wird nur noch mit zwei statt drei Sitzen vertreten sein. Mit 2,9 Prozent liegt sie weit unterhalb des Ergebnisses ihres Bürgermeisterkandidaten Hartmut Hüttemann (5,2 Prozent).

Dafür ziehen zwei weitere Kleine in den Rat: Die Alternative für Deutschland (AfD) bekam 3,5 Prozent der Stimmen und entsendet zwei Ratsmitglieder; die Piraten stellen mit 1,2 Prozent genau einen Abgeordneten. Künftig sind also acht Parteien im Rathaus vertreten. Dennoch kommt das Plenum mit 64 Abgeordneten aus - bisher waren es 66.

Die Wahlbeteiligung lag bei 46,4 Prozent und damit leicht über der von 2009, als 45,2 Prozent zu den Urnen gingen.

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