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Kreis Paderborn Sigrid Beer kritisiert Landrat Manfred Müller

Grüne unterstellt Verdrehung des Sachverhaltes

19.05.2014 , 13:19 Uhr

Kreis Paderborn. "Wie kann man Ärzte für das Land gewinnen?" lautete die SMS-Frage an die Landratskandidaten in der Neuen Westfälischen vom 13. Mai. Sigrid Beer, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen Landtagsfraktion nimmt Stellung zu den Äußerungen des Landrats Manfred Müller, der vertrat, dass Ostwestfalen Lippe eine Medizinische Fakultät bräuchte, das Land sich derzeit diesbezüglich aber verweigere:

"Ich frage mich, ob Herr Müller eine solche Verdrehung des Sachverhalts nötig hat. Der Landrat weiß doch sicher ganz genau, dass derzeit ein Kooperationsmodell etabliert wird, das auf einem Konzept der Universität Bielefeld und der Universität Bochum basiert. Nach dem Bochumer Modell sollen jährlich 60 Studierende die zweite klinische Ausbildungsphase in kooperierenden Kliniken in OWL absolvieren. Für die noch im Aufbau befindliche Kooperation stellt das Land im Haushalt 2014 1,5 Millionen Euro bereit.

Die Schaffung eines komplett eigenständigen Medizinstudiums in OWL ist an der mangelnden Beteiligung des Bundes gescheitert. Weder CDU-Bundesgesundheitsminister Gröhe, noch sein FDP-Vorgänger Bahr, und auch nicht die CDU-Bundeswissenschaftsminsterin Wanka sowie ihre Vorgängerin Schavan haben sich an diesen Plänen beteiligen wollen.

Herr Müller sollte im Wahlkampf beim Thema Medizinische Fakultät ehrlich bleiben. Nur mit dem Kooperationsmodell können schnellstmöglich und finanzierbar die notwendigen Fachkräfte für OWL ausgebildet werden. Darin waren sich auch die Sachverständigen in den Anhörungen des Wissenschaftsausschusses des Landtags einig."