Die Fahnenschwenker aus Wewer in ihrem Element.
Die Fahnenschwenker aus Wewer in ihrem Element.

Paderborn-Wewer Schwungvoll um die Welt

Musikkapelle und Fahnenschwenker bringen zauberhafte Show auf die Bühne

VON VIKTORIA BARTSCH

Paderborn-Wewer. "In 80 Tagen um die Welt" - das wollten wohl alle Besucher am Wochenende im Bürgerhaus, als die Fahnenschwenker und die Musikkapelle die Geschichte von Phileas Fogg in einer akrobatisch-musikalischen Show erzählten.

Für eine Reise der besonderen Art haben sich die Musikkapelle und die Fahnenschwenker aus Wewer an diesem Wochenende zusammengetan: Die Geschichte "In 80 Tagen um die Welt", spielt im Jahr 1872 und dreht sich um Phileas Fogg. Der Engländer begibt sich aufgrund einer Wette auf eine Reise um die Welt. London, Frankreich, Italien,... Das Ziel: In 80 Tagen wieder in London anzukommen.

"Das Schwierige war das Zusammenspiel von Musik und Akrobatik", erklärte der Leiter der Fahnenschwenker Matthias Altmiks. Für das Projekt wurde die Geschichte in elf Bilder unterteilt. "Die Musik sollte natürlich zu den jeweiligen Orten in der Handlung passen", so der Leiter der Musikkapelle Carmelo Quirante Kneba.

Heraus kam ein musikalischer Mix mit Klassikern aus den Filmen "James Bond", "Last Samurai" und "Fluch der Karibik". "Die Auswahl war wirklich schwer. Schließlich sollte auch eine musikalische Steigerung erkennbar sein", so der freiberufliche Dozent für Musik.

Insgesamt 54 Musiker waren an dem Projekt beteiligt. Aufgrund des Schwierigkeitsgrads verschiedener Stücke wurde die Musikkapelle von neun Musikern aus der Umgebung unterstützt. In den rund zweieinhalb Stunden wurde nicht nur musikalisch einiges geboten: 17 Akrobaten, im Alter von 9-39 Jahren, zeigten ihr Können unter anderem beim Fahnenschwenken, Einradfahren und Tanzen. Auch zahlreiche Hebefiguren und das Spiel mit Feuerfackeln sorgten für Begeisterung bei den Zuschauern.

Die Hauptrolle des Phileas Fogg teilten sich die Akrobaten Mario Schüngel und Tobias Gloth. "Der eine kann besser Akrobatik, der andere ist besser im Fahnenschwenken", erklärte Tobias Gloth. Beide sind schon seit Jahren bei den Fahnenschwenkern aktiv. "Die Proben waren schon anstrengend, aber ernsthafte Verletzungen gab es zum Glück nicht", so Mario Schüngel. "Schwieriger war das Proben mit der Livemusik wegen der unterschiedlichen Einsätze."

Die Planung für die Zusammenarbeit begann bereits vor einem Jahr, geprobt wurde ab Herbst. Heraus kam ein zauberhaftes Zusammenspiel von Musik, Akrobatik und Licht. "Die Kombination aus Musikkapelle und Akrobatik findet man bei uns in der Gegend sonst nicht", erklärte Matthias Altmiks. Am letzten Wochenende wurde "In 80 Tagen um die Welt" zweimal vor rund 500 Zuschauern im Bürgerhaus aufgeführt.

Nicht zum ersten Mal haben die Musikkapelle und die Fahnenschwenker aus Wewer sich zu einem Ensemble zusammengeschlossen. Im Jahr 2010 sind sie anlässlich des 100. Schützenfestes in Wewer das erste Mal gemeinsam aufgetreten. Damals noch in kleinerer Besetzung. Zwei Jahre später setzten sie "Die Schöpfungsgeschichte" um und führten das Stück einmal auf. Dieses Jahr wurden gleich zwei Termine für "In 80 Tagen um die Welt" angesetzt. Aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren wurde extra ein Podium im Bürgerhaus aufgebaut, damit auch jeder Zuschauer alles sehen kann.

"Wir freuen uns über die gute Resonanz", so der Leiter der Musikkapelle Carmelo Quirante Kneba. "Aber mehr als alle zwei Jahre so ein Programm auf die Beine zu stellen, schaffen wir einfach nicht." Für 2016 gibt es noch keine konkreten Pläne, aber eine weitere Zusammenarbeit ist nicht ausgeschlossen.

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