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Neue Wege: Die Lichtenauer Schützenhalle ist in die Jahre gekommen. - © Björn Leisten
Neue Wege: Die Lichtenauer Schützenhalle ist in die Jahre gekommen. | © Björn Leisten

Lichtenau Planungen für eine Kulturhalle in Lichtenau

Ersatz für die marode Schützenhalle muss her. Vereine wollen sich zusammentun, um das Großprojekt zu stemmen. Ein Standort wird gesucht

05.10.2019 | Stand 05.10.2019, 13:23 Uhr

Lichtenau. In Lichtenau soll eine neue Halle her. Möglichst eine Halle, in der Schützen, andere Vereine und jede Menge Veranstaltungen eine Heimat finden können. Nachdem der Vorstand des Heimatschutzvereins Lichtenau im Mai von seinen Mitgliedern den Auftrag erhalten hatte, die Möglichkeiten eines Neubaus auszuloten, liegen jetzt Resultate aus zahlreichen Gesprächen vor, die mit Vereinen und Bürgern geführt wurden. Die Öffentlichkeit wurde in einer Bürgerversammlung unterrichtet. Den sanierungsbedürftigen Zustand der Schützenhalle in Lichtenau hatte das Architektenbüro Köhler und Otto aus Leiberg festgestellt. Laut Heimatschutzverein ist es demnach erforderlich, zu handeln. "Die Halle kann noch genutzt werden, wenn wir aber nichts tun, werden die zuständigen Behörden das Gebäude über kurz oder lang stilllegen", sagt Oberst Ulrich Wigge. Eine Sanierung der Halle am jetzigen Standort würde etwa 1,4 Millionen Euro kosten. Die Mitglieder des Heimatschutzvereins votierten gegen eine Sanierung. "Wir können es nur zusammen schaffen" Ein Neubau der Halle wird mit etwa 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe kann nicht von einem Verein alleine aufgebracht werden. So entstand in Lichtenau die Idee einer Gemeindehalle. "Die Vereine der Stadt sollen die Möglichkeit haben, sich am Konzept zu beteiligen. Wünsche und Bedarfe in Sachen Räumlichkeiten können genannt werden", so Wigge. Klar sei aber auch, dass kein Verein gezwungen werde, sich zu beteiligen. "Wir können es nur zusammen schaffen. Wenn die Halle wegfällt, fällt auch die Möglichkeit für viele Feiern weg", stellt Wigge fest. Das Schützenfest allein könnte zur Not auch in einem Zelt gefeiert werden. Um Fördergelder des Bundes oder der EU einzuwerben, muss das Nutzungskonzept der Halle definiert werden. Nur für Brauchtumsfeste allein, sei der Neubau nicht förderfähig. Weitere Überlegungen gehen in Richtung einer Kulturhalle. Die Heimatschützer dementieren Gerüchte, wonach das vereinseigene Grundstück der jetzigen Halle, bereits verkauft sei. Noch stehe aber nicht fest, ob ein Neubau an gleicher Stelle realisiert werden soll, da mitten im Wohngebiet mit Auflagen zu rechnen sei. Um das Großprojekt in Angriff zu nehmen, soll ein Hallenbauverein für alle Interessierten gegründet werden. Wer beitreten möchte oder Fragen hat, kann sich bis zum 25. Oktober bei Ulrich Wigge melden unter Tel. (0 52 95) 99 71 53.

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