Bei dem Busunfall auf der A 44 nahe der Anschlussstelle Lichtenau wurden zehn Menschen schwer und 30 leicht verletzt. - © Ralph Meyer
Bei dem Busunfall auf der A 44 nahe der Anschlussstelle Lichtenau wurden zehn Menschen schwer und 30 leicht verletzt. | © Ralph Meyer

Bad Wünnenberg Busunfall auf der A 44: Befragung des Fahrers steht noch aus

Die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Fahrer

Jens Reddeker
08.07.2019 | Stand 17.07.2019, 12:48 Uhr |

Bad Wünnenberg/Marsberg. Im Fall des schweren Busunfalls auf der Autobahn 44 nahe der Anschlussstelle Lichtenau laufen weiterhin die Ermittlungen der Polizei. Wie das zuständige Polizeipräsidium in Bielefeld am Montag auf NW-Nachfrage mitteilt, steht die Befragung der Unfallbeteiligten noch aus. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Paderborn die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Fahrer übernommen. Nach einem Unfall dieser Art sei das ein "Automatismus", sagte eine Sprecherin der Polizei. Befragt werden soll unter anderem der Fahrer (52), der zur Unfallzeit gegen 0.50 Uhr am Sonntag den mit 38 Fahrgästen besetzten Bus aus Hameln gelenkt hatte. Genau wie der zweite Fahrer zählt er jedoch auch zu den zehn schwer verletzten Personen des Unglücks. 30 weitere Menschen wurden leicht verletzt. Einem NDR-Bericht zufolge sollen die Verletzten das Krankenhaus inzwischen verlassen haben. Die Polizei konnte dazu zunächst keine Angaben machen. Nach Angaben des Reisebus-Unternehmens hatte das Fahrzeug erst am Freitag eine Hauptuntersuchung ohne Mängel bestanden. Der Bus sei fünf Jahre alt und der Busfahrer gelte als „besonders zuverlässig". Die Reise habe er ausgeruht angetreten. Kontrolle über den Bus verloren Der Bus war aus Hameln nach Italien unterwegs. Aus bisher ungeklärter Ursache kam er in Fahrtrichtung Kassel kurz hinter der Anschlussstelle Lichtenau nach rechts von der Fahrbahn ab. Auf einer Strecke von mehreren hundert Metern mähte das schwere Fahrzeug im Grünstreifen zahlreiche Warnschilder einer Baustelle nieder. Im Bereich einer Straßenbrücke lenkte der Fahrer den Bus zurück auf die Fahrbahn. Dabei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, das anschließend auf die rechte Seite kippte und auf dem rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen liegen blieb. (Mit Material der dpa)

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