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Die Kita Sonnenschein in Lichtenau-Atteln. - © Svenja Ludwig
Die Kita Sonnenschein in Lichtenau-Atteln. | © Svenja Ludwig

Lichtenau In Lichtenau werden immer mehr Kinder immer länger betreut

In der Attelner Kita Sonnenschein sollen zwei Container die Situation entspannen

Svenja Ludwig
19.05.2019 | Stand 18.05.2019, 12:30 Uhr

Lichtenau-Atteln. Im Altenautal sind die Kindergärten zu voll. Während die Einrichtungen in Henglarn und Husen noch zwei beziehungsweise drei Plätze zusätzlich anbieten können, ist die Kita Sonnenschein in Atteln wirklich an ihre Grenzen gestoßen. Ausgebaut ist der Kindergarten für drei Gruppen. Nach den Anmeldungen innerhalb der Anmeldephase für das Kindergartenjahr 2019/20 war die Verwaltung von einer vierten Gruppe ausgegangen und davon, "dass wir dort etwas enger zusammenrücken", so Fachbereichsleiterin Vanessa Tegethoff. Seitdem seien jedoch noch sechs Nachmeldungen hinzu gekommen. Eine fünfte Gruppe kann die Kita nicht stemmen. Es fehlen Räume. "Und mit stadteigenen Immobilien sieht es im Altenautal schlecht aus", erklärt Tegethoff. Für zwei Jahre sollen deshalb Container angemietet werden, die auf dem Schotterparkplatz der Kita stehen sollen. Nur für diese Zeitspanne, "weil wir im Altenautal eine dauerhafte Lösung brauchen", sagt Tegethoff. Für die Module fielen insgesamt rund 84.000 Euro an. Abzüglich der Mietzuschüsse vom Kreis muss die Stadt noch etwa 51.000 Euro aufbringen. "Das ist eine Lösung, die sicherlich nicht optimal, aber eine gute Lösung ist", kommentiert Christdemokrat Ralf Zumbrock. Er mahnte mit Blick auf den Verkehr rund um die Kita allerdings auch, Planungen frühzeitig in Angriff zu nehmen. Die Örtlichkeit bereite Sorgen. Viele Autos führen und parkten dort, hinzu komme bei mehr Kindern in der Kita auch mehr "Kinderanlieferungsverkehr". "Die Kita in Husen ist der Extremfall" Die Nachmeldungen in der Kita Sonnenschein sind durch Zuzüge zu erklären. Das Altenautal sei bei jungen Familien besonders beliebt. Aufgrund der Nähe zur Stadt Paderborn und weil die Dörfer gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden seien, mutmaßt Lichtenaus Rathauschef Josef Hartmann (SPD). "Wir haben gerade den letzten Bauplatz im Neubaugebiet in Henglarn verkauft", sagt der Bürgermeister. Deshalb werde die Verwaltung dort wohl erneut die Initiative ergreifen und Bauplätze erschließen. Spruchreif sei aber noch nichts, so Hartmann. Es sind nicht nur mehr Kinder als in den Vorjahren, die betreut werden müssen. Diese Kinder haben auch andere Bedürfnisse als früher. Ein Trend: Immer mehr Eltern lassen ihre Kinder bis in die Nachmittagsstunden betreuen. Für das kommende Jahr sind 376 von 464 Kindergartenkindern für die Übermittagbetreuung angemeldet. 66 mehr als im Vorjahr. "Die Kita in Husen ist der Extremfall", berichtet Vanessa Tegethoff, "dort holen nur noch fünf Eltern ihr Kind mittags ab."

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