Vorbei ist's mit der schnellen Abkürzung: Diese Bodenschwellen hat die Stadt Lichtenau in der Straße "Zur Allenstadt" installiert. - © Birger Berbüsse
Vorbei ist's mit der schnellen Abkürzung: Diese Bodenschwellen hat die Stadt Lichtenau in der Straße "Zur Allenstadt" installiert. | © Birger Berbüsse

Lichtenau So bremst Lichtenau eilige Autofahrer aus

Die Stadt will den Verkehr auf einer viel befahrenen Abkürzung beruhigen

Lichtenau. Sie ist eine beliebte und stark befahrene Abkürzung: Die kleine Straße "Zur Allenstadt" in Lichtenau. Sie wird von vielen Autofahrern genutzt, die entweder aus Willebadessen kommen oder Richtung Kreis Höxter fahren. Denn so umgehen sie die längere Hauptstrecke und den B-68-Kreisverkehr am Netto-Markt. Doch damit ist jetzt Schluss. Zwei rote Bodenschwellen auf der Straße bremsen eilige Autofahrer seit dieser Woche aus. Die Stadt Lichtenau hat sie installiert, um die Abkürzung unattraktiver zu machen. "Das ist eine Maßnahme, um den Verkehr zu beruhigen und das Tempo zu reduzieren", erläutert Bürgermeister Josef Hartmann auf Anfrage von nw.de. Auch eine drastischere Maßnahme stand im Raum Denn die Feldweg-ähnliche Straße nutzen auch Kinder auf ihrem Weg zur Schule und ältere Menschen, die zu den beiden Supermärkten knapp hinter der Ortsgrenze wollen. Unfälle seien zwar nicht bekannt, aber es hätten sich schon häufiger Eltern beschwert, so Hartmann. Denn "Zur Allenstadt" liegt zwar innerorts, dennoch fahren viele Autos deutlich schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde. "Das ist eine Schutzmaßnahme für Fußgänger", bestätigt der Bürgermeister. Zwischenzeitlich sei in der Verwaltung sogar überlegt worden, die Strecke ganz zu schließen. Dann habe man sich aber für die sogenannten "Berliner Kissen" entschieden. Die Bodenschwellen können von Fahrradfahrern umgangen werden, zwingen Autos aber dazu, fast auf Schrittgeschwindigkeit abzubremsen. Hartmann hofft, dass die Strecke nun weniger genutzt wird. An der Straße sollen auch 15 Park-&-Ride-Stellplätze für Pendler entstehen. Eine bestimmte Gruppe nutzte die Abkürzung besonders gerne Er erinnert daran, dass der Kreisverkehr seinerzeit unter anderem deshalb gebaut worden sei, um den Verkehr aus der Allenstadt-Straße wegzunehmen. Hartmann verweist außerdem auf die schwierige Einfädelungssituation gegenüber der Tankstelle, wenn man von der Allenstadt auf die Lange Straße (B 68) abbiege. Übrigens: Benutzt wird die Abkürzung laut Hartmann vor allem von Autofahrern aus dem Warburger Raum des Kreises Höxter. "Die Lichtenauer nehmen den Kreisverkehr", ist ihr Bürgermeister überzeugt.

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