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Für Pendler: Im Bereich „Zur Allenstadt“ entstehen 15 Stellplätze. - © Anja Ebner
Für Pendler: Im Bereich „Zur Allenstadt“ entstehen 15 Stellplätze. | © Anja Ebner

In Lichtenau wird Park & Ride getestet

Neue Stellplätze sind geplant. Für eine Kontroverse sorgt erneut ein bekanntes Problem

Anja Ebner
24.03.2019 | Stand 23.03.2019, 13:58 Uhr

Lichtenau. Erneut stand die Parkplatzsituation in der Kernstadt Lichtenau auf der Agenda des Bau- und Planungsausschusses. Hier wurde nun eine maximale Parkdauer von zwei Stunden per Parkscheibe für die Parkplätze an der Stadtverwaltung, am Ärztehaus und für die Plätze an der Langen Straße ausgehend von der Verwaltung bis zur Hausnummer 19/20 festgelegt. Diese Regelung gilt für den Zeitraum von 8 bis 17 Uhr an Werktagen. Eingehend mahnte Ortsvorsteher Wolfgang Scholle, dass diese Regelung nur greife, wenn sie kontrolliert würde. Weiter sollen 15 Park-&-Ride-Stellplätze für Pendler im Bereich „Zur Allenstadt" auf dem Gelände des Autohauses Gröpper entstehen. Hier sei die Verwaltung in Gesprächen mit dem Eigentümer. Vorteil dieses Standorts sei, dass der Platz bereits benutzbar ist. Eine weitere Option für einen Pendlerparkplatz bestehe bei Bedarf auf einer Fläche an der Kreuzung B68/Ebbinghauser Straße. Ebenfalls für Dauerparker entsteht in der Glockenstraße ein Parkplatz. Zwischen sechs und zehn Plätze sollen auf der freien Fläche gegenüber des Hauses Nummer 14 gebaut werden. Auch hier sei man mit dem Eigentümer in Verhandlungen. Eine Tiefgarage ist möglich Sollte sich die Situation im Bereich der Flüchtlingshilfe langfristig verändern, sei angedacht, das Gebäude in der Glockenstraße 9 als Wohn- und Geschäftshausbebauung mit einer teilöffentlichen Tiefgarage freizugeben. Erneut zur Kontroverse führte die Parksituation auf dem Parkplatz des Ärztehauses. Der von der Verwaltung unter Vermittlung der Fraktionsvorsitzenden von FDP und Grünen, Uwe Kirschner und Bernd Keiter, mit den Mietern ausgehandelte Kompromiss, dass von den 24 Plätzen zwölf mit „Reserviert für das Gesundheitszentrum" gekennzeichnet werden, fand bei der CDU keine Zustimmung: „Andere Gewerbetreibende an der Lange Straße mussten auch Parkflächen für ihre Geschäfte schaffen", sagte Birgit Rebbe-Schulte. Es sei unverständlich, warum es auf einem öffentlichen Parkplatz diese Ausnahme gebe. Eine Entscheidung wurde vertagt „Man muss mit dieser Lösung nicht zufrieden sein, aber wir müssen eine Lösung finden und dieser Kompromiss ist eine", so Keiter. Schon zu lange diskutiere man über dieses Thema. Die Krux an der Sache sei, dass in den Mietverträgen die Parkplätze enthalten sind. Eine Entscheidung über die Parksituation am Ärztehaus wurde vertagt. Ebenfalls in der Sitzung wurde erneut über eine Lösung der Kreuzungssituation B68/Driburger und Husener Straße diskutiert. Die vom Ingenieurbüro Drilling aus Delbrück schon einmal vorgestellten Kreisellösungen für diesen Bereich haben nach Gesprächen mit dem Landesstraßenbetrieb keine Aussicht auf eine Umsetzung. Auch Varianten, die Kreuzung durch einen Umbau in eine echte Kreuzung zu verwandeln, scheinen wenig attraktiv; nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten. Durch ein Ingenieurbüro soll nun untersucht werden, inwieweit es sinnvoll ist, eine Vierphasen-Ampel an den Einmündungen Driburger und Husener Straße sowie zwei auf der B68 zu installieren. Weiter wird das Büro prüfen, ob eine weitere Fußgängerampel im Bereich der Sparkasse zu Erleichterungen führen wird. In der Sitzung wurde deutlich, dass die letzte Variante favorisiert wird. Eine Verkehrszählung im April und November 2018 habe ergeben, dass sich durch die Aufhebung der Maut keine Veränderung im Verkehrsaufkommen an dieser Stelle ergeben habe. Weiterhin passieren im Schnitt 8.500 Autos die Lange Straße am Tag. Fünf Prozent davon sind Lkw.

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