Zeigen den Geländeplan: (v. l.) Roland Schockemöhle, Jürgen Kück und Jan Kath. - © Hartmut Kleimann
Zeigen den Geländeplan: (v. l.) Roland Schockemöhle, Jürgen Kück und Jan Kath. | © Hartmut Kleimann

Lichtenau Lichtenau freut sich auf die Waldtage

Im September wird in Lichtenau viel rund um das Thema Wald geboten. Das Forstamt Hochstift plant ein Programm für die ganze Familie

Lichtenau. 33 Prozent der Flächen des Kreises Paderborn sind mit Wald bedeckt. In der Stadt Lichtenau sind es fast 50 Prozent. Da liegt es praktisch auf der Hand, dass die dritte Auflage der Waldtage der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) vom 13. bis 15. September in Lichtenau veranstaltet wird. „Der Wald ist auch ein großes Wirtschaftsfaktor und deshalb passen die DLG-Waldtage auch gut in unseren Kreis und in die Stadt Lichtenau", sagte Landrat Manfred Müller bei einer ersten Pressekonferenz auf dem zukünftigen Gelände der Fachmesse. Zu der werden über 200 Aussteller erwartet, „aber die Waldtage richten sich nicht nur an das Fachpublikum, sondern es wird ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie geboten. Und für Kinder bietet das Regionalforstamt Hochstift ein besonderes Programm", berichtete Projektleiter und Förster Stephan Gehrmann. "2018 war für den Wald ein Katastrophenjahr" Erfreut über den Zuschlag der DLG pro Lichtenau zeigte sich auch Bürgermeister Josef Hartmann. „Wir haben uns sehr bemüht und es ist eine gute Entscheidung, denn die Stadt Lichtenau hat sich weiterentwickelt", merkte Hartmann nicht ohne Stolz an. Die Stadt sei mittlerweile ein Technologiestandort für erneuerbare Energie. Und so wird der bei der Fachmesse benötigte Storm komplett durch Windenergie erzeugt. Franz- Josef von und zu Brenken vertrat auf der Pressekonferenz die privaten Waldbesitzer. Davon gibt es in NRW eine ganze Menge, denn 65 Prozent des Waldes sind in Privatbesitz. Dass diese Fachmesse nun in Lichtenau stattfinde, sei laut Brenken ein „Signal in die richtige Richtung, denn auch in OWL haben wir tollen Wald", sagte er mit einem Wink in Richtung Landesregierung. So trat der Waldbesitzer auch für den oft benutzten Satz „Der Wald ist für alle da" ein, jedoch nicht immer nur fordernd, sondern auch leistend. Denn im Zuge des Klimawandels seien alle gefordert. Daran erinnerte auch der Briloner Forstamtsleiter Gerrit Bub. „2018 war für den Wald ein Katastrophenjahr, das uns noch in 80 Jahren beschäftigen wird", machte er deutlich. Hitze, Sturm und der Borkenkäfer werde deshalb die Betriebsergebnisse noch lange beeinflussen. Der Wald habe Eigentümer, ob staatlich, kommunal oder privat. Die müssten sehr viel leisten. Deshalb müssten jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden, dass dies auch in Zukunft möglich sei. Waldparcours für die Besucher Deshalb werden die Briloner mit ihrem alle zwei Jahre stattfindenden Waldsymposium mit dem Thema „Risikomanagement im Fortbetrieb" auch in Lichtenau vertreten sein. Roland Schockemöhle, Leiter des Forstamtes Hochstift, stellte den Gästen gemeinsam mit Jan Kath von der DLG das Gelände vor, auf dem in einem halben Jahr die Fachmesse über die Bühne gehen wird. Sehr anschaulich werden die Besucher dann unter anderem bei einem Waldparcours erfahren, wie es um unseren Wald bestellt ist und wie die Konzepte für die Zukunft aussehen sollen. „Wir müssen kluge Köpfe ausbilden, die sich mit den aktuellen Problemstellungen befassen und die Konzepte und Strategien für die Bewältigung dieser Probleme erarbeiten", hieß es bei der PK. Alle Verantwortlichen zeigten sich zuversichtlich, dass die 3. Waldtage „die größten werden, die wir je hatten." Eine mutige Prognose vor dem Hintergrund, dass bei der letzten Messe 2017 in Brilon-Madfeld 11.000 Besucher und 200 Aussteller gezählt worden waren.

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