0
Noch ist alles ruhig: Rund um den Sportplatz wird das Gelände demnächst aufgehübscht. - © Kristoffer Fillies
Noch ist alles ruhig: Rund um den Sportplatz wird das Gelände demnächst aufgehübscht. | © Kristoffer Fillies

Lichtenau Am Husener Fußballplatz wird die Tartanbahn entfernt

Stadtrat entscheidet: Das anstehende Kreisschützenfest ermöglicht Maßnahmen zur Dorferneuerung. Die Einwohner wollen selbst mit anpacken

Jens Reddeker
26.01.2019 | Stand 25.01.2019, 19:06 Uhr

Lichtenau-Husen. Wo derzeit Schnee und Eis die Szenerie bestimmen, wird es im Sommer bunt und festlich zugehen. Damit Husen zum Kreisschützenfest glänzt, hat der Lichtenauer Stadtrat nun diverse Dorferneuerungsmaßnahmen für rund 186.000 Euro einstimmig beschlossen. Besonders das als Antreteplatz auserkorene Sportplatzgelände soll aufgehübscht werden. Am Sportplatz des SC Rot-WeißHusen werden vom 30. August bis 2. September einige tausend Schützen und Besucher erwartet. Ihnen möchten die Gastgeber um das Kreiskönigspaar Paul und Manuela Paschen, Oberst Andreas Steffens sowie Ortsvorsteher Hans-Bernd Janzen ein möglichst majestätisches Ambiente bieten. Damit alle Schützenkönige und die mit aufwendigen Kleidern anreisenden Königinnen ohne Stolperfallen durch Husen kommen, werden Straßen saniert und am Fußballplatz wird die Tartanbahn aus dem Jahr 1970 entfernt. Da keine neue Tartanbahn gebraucht wird, haben sich Stadt und Ortsvertreter darauf geeinigt, die Fläche anschließend mit Oberboden anzufüllen und einzusäen. Als Kosten setzt die Stadt dafür 26.500 Euro an. Die an die Bahn angrenzende Fläche im östlichen Sportplatzbereich soll ebenfalls abgetragen und neu gestaltet werden. Hier wird mit Schotter aufgefüllt und anschließend gepflastert, um eine saubere Stehfläche zu erhalten. Ortsvorsteher Janzen hat in Aussicht gestellt, dass die Husener in Eigenleistung diese Pflasterarbeit übernehmen, die Stadt würde das Material im Wert von 16.000 Euro stellen. Wenn Geld gespart wird, ist noch mehr möglich Die Eingrenzung der Spielfläche und die Holzzaunanlage im westlichen Sportplatzbereich sind nach Einschätzung der Husener zwar auch in die Jahre gekommen, diese Arbeiten haben nach Ansicht der Stadtverwaltung aber keine hohe Priorität. Immerhin, so heißt es, könnten diese Arbeiten noch ausgeführt werden, wenn die anderen Maßnahmen günstiger werden als erwartet. Noch in den politischen Gremien beraten werden müsste die gewünschte Sanierung der Gymnastikhalle, bei der laut Janzen, der Putz großflächig von der Fassade fällt. Ebenso steht noch der Wunsch des Sportvereins im Raum, im westlichen Sportplatzbereich ein Kleinspielfeld mit Kunstrasen anzulegen. Fest eingeplant ist jedoch bereits, für 143.000 Euro Straßen und Gehwege zu sanieren und teilweise zu erneuern. Die Notwendigkeit hatte laut Janzen eine Ortsbegehung schon im November ergeben. Daran nahmen neben dem Ortsvorsteher Mitarbeiter von Bauamt, Bauhof und Stadtwerken teil. Verschönert werden sollen folgende Bereiche des festlichen Marschwegs: Brücke Burgstraße, Burgstraße mit Gehweg, Hilkenberg mit Gehweg, Treppe Hilkenberg, Paderborner Straße und die Zufahrt Roter Platz. Die Stadtverwaltung gibt an, dass die nun vorgezogenen Maßnahmen "kurz- und mittelfristig" ohnehin angefallen wären. Erneuerungen und Sanierungen Zusätzlich soll es an den Straßenrändern natürlich herrschaftlich grünen und blühen. Die Begehung habe ergeben, dass Umgestaltungen, Erneuerungen und Sanierungen von Grünanlagen aber problemlos im Rahmen der normalen Grünflächenpflege erfolgen werden. Bei der Gestaltung der Flächen soll größtmöglicher Wert auf den Erhalt bestehender Vegetationsflächen gelegt werden. Am Samstag, 26. Januar, erfahren die Husener Schützen während der Generalversammlung weitere Details über den Stan der Planungen. Und dass sich die Husener selbst in jedem Fall als gute Gastgeber präsentieren, haben alle Besucher spätestens bei den Feierlichkeiten zum 975-jährigen Dorfjubiläum im vergangenen Jahr erfahren.

realisiert durch evolver group