0
Erfolg für Befürworter: Für "Berliner Kissen" (wie in Nachbarstraße) anstatt Poller plädieren (v. l.) Mehmet Topuz, Lia und Maria Rempel, Eberhard Becker sowie Frank Wegener als Anlieger der Pater-Philotheus-Straße im großen Lichtenauer Neubaugebiet. - © Karl Finke
Erfolg für Befürworter: Für "Berliner Kissen" (wie in Nachbarstraße) anstatt Poller plädieren (v. l.) Mehmet Topuz, Lia und Maria Rempel, Eberhard Becker sowie Frank Wegener als Anlieger der Pater-Philotheus-Straße im großen Lichtenauer Neubaugebiet. | © Karl Finke

Lichtenau Zwei Berliner Kissen für das Neubaugebiet

Pollerstreit: Lichtenauer Bauausschuss stimmt für Kompromissvorschlag

Andreas Götte
06.12.2018 | Stand 06.12.2018, 09:17 Uhr

Lichtenau. Der Pollerstreit in der Pater-Philotheus-Straße im Lichtenauer Neubaugebiet Markus Linde endet vorerst mit einem Kompromiss. Der Bau- und Planungsausschuss hat am Mittwochabend mit großer Mehrheit für den Einbau von zwei sogenannten Berliner Kissen gestimmt. Von der SPD kam eine Enthaltung und eine Gegenstimme. Den Kompromiss hatte die Verwaltung zusammen mit dem bauleitenden Ingenieurbüro und Ortsvorsteher Wolfgang Scholle vorgeschlagen. Einer der beiden Huckel soll im Einmündungsbereich eingesetzt werden. "Eine Entscheidung für die Polleranlage würde dafür sorgen, dass gefühlt eine Seite verliert", erläuterte Fachbereichsleiter Franz-Josef Manegold. Die Berliner Kissen trügen zur Verkehrsberuhigung bei, weil jeglicher Kraftverkehr bremsen müsse. Die Berliner Kissen sollen testweise bis zum nächsten Sommer auf der Straße befestigt werden. Dann möchte die Verwaltung schauen, ob sich die Lösung bewährt hat. SPD-Mann Ulrich Löhr ist nicht begeistert Laut Wolfgang Scholle (SPD) sei auch der örtliche Bezirksbeamte und der Bauhof bei der Findung einer Lösung miteinbezogen worden. "Die Kinder verteilen sich über den gesamten Siedlungsbereich und zwar in verschiedenen Altersstufen. Ich halte den finanziellen und baulichen Aufwand für überschaubar", so Scholle. Bernhard Keiter bemängelte für die Grünen, dass "bei der Stellungnahme des Ingenieurbüros bezüglich der besonderen Berücksichtigung der Kinder nichts wiederzufinden ist". "Wir sollten es dennoch mit den Kissen versuchen und Erfahungen sammeln", so Keiter. Auch die Liberalen und die CDU äußerten sich insgesamt positiv zum Kompromiss. Nur Ulrich Löhr zeigte sich wenig begeistert. "Mit den Kissen wird nur die Geschwindigkeit reduziert. Die Zweiradfahrer fahren daran vorbei. Ich befürchte, dass sich der gesamte Verkehr nach oben Richtung Kreisel bewegen wird", kritisierte der SPD-Mann.

realisiert durch evolver group