Einblicke in frühere Nebenräume: Fachbereichsleiter Franz-Josef Manegold (r.) erläutert Ortsvorsteher Wolfgang Scholle (l.) die gelungenen Abrissmaßnahmen. - © Anja Ebner
Einblicke in frühere Nebenräume: Fachbereichsleiter Franz-Josef Manegold (r.) erläutert Ortsvorsteher Wolfgang Scholle (l.) die gelungenen Abrissmaßnahmen. | © Anja Ebner

Lichtenau Lichtenauer Sporthallenschutt füllt Baulücke

Abriss gelungen: Die offen liegenden alten Flure und Nebenräume sollen neu genutzt werden. Auf der Schotterfläche können Parkplätze entstehen

Karl Finke
Anja Ebner

Lichtenau. Besser als zwischenzeitlich befürchtet ist der Abriss der alten Turnhalle der Realschule gelungen. Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Lichtenau ließen sich die Arbeiten von der Architektin Cordula Böhner erläutern. "Zwischenzeitlich sahen wir unsere Felle schwimmen und befürchteten, dass die Schüler nach den Ferien weiter frei machen müssten", so Böhner, Architektin der Stadt. Der ursprüngliche Zeitplan wurde dann doch gehalten, weil der Bauschutt direkt auf der Baustelle geschreddert werden konnte. Auch das ehemalige Hausmeisterhaus wurde abgerissen Ob das Projekt im geplanten Kostenrahmen bleibt, wird sich erst noch herausstellen. Die Kosten der Entsorgung unter anderem des Hallenbodens sind dafür mitentscheidend. "Wir hatten aber Glück, dass es nur wenige Asbestverkleidungen und PCB-Fugen gab", so Böhner. Überraschungen gab es dennoch. "Die Fundamente waren extrem. Das hatten wir so nicht erwartet", stellt die Architektin im Nachhinein fest. 90 Prozent des geschredderten Betonschutts konnten aber direkt vor Ort ins Bauloch eingebracht werden. Abgerissen wurde auch das ehemalige Hausmeisterhaus. Lediglich eine Mauer steht noch, da darunter das Stromkabel verläuft, welches noch umgelegt werden muss. Der zur Zeit offene Bauteil der alten Halle, der direkt mit dem Hauptgebäude verzahnt war, ist stehen geblieben und wird inclusive einer Brüstung mit Lichtbändern zugemauert. Die Räume sollen zukünftig als Stuhl- und Magazinlager, Hausmeisterraum sowie Stellfläche für die schuleigenen Mofas und Winterdienstfahrzeuge genutzt werden. Auf der großen Schotterfläche könnten bis zu 50 Parkplätze entstehen. Die Nutzung der unteren Fläche ist noch in Planung. Hier könnte eventuell eine Zufahrt geschaffen werden. Keine größeren Schäden am bestehenden Gebäude Die nun abgerissene Turnhalle 1 war im Jahr 1971 errichtet worden. 1979 folgten dann die ebenfalls abgerissene Halle 2 und das Treppenhaus sowie Gebäudeteile für die frühere Hauptschule. Größere Schäden am bestehenden Gebäude durch den Abriss waren laut Architektin nicht zu verzeichnen. Die Gasleitung sei allerdings erwischt worden, so Böhner - und ein Fenster.

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