Pastor Josef Würdehoff, Monsignore Reinert, Kordula Böhner, Josef Hartmann, Angela Wächter, Susanne Amediek, Hiltrud Kröger, Manfred Müller, Dietmar Wienold und Claudia Keiter (von links). - © FOTO: DIETMAR GRÖBING
Pastor Josef Würdehoff, Monsignore Reinert, Kordula Böhner, Josef Hartmann, Angela Wächter, Susanne Amediek, Hiltrud Kröger, Manfred Müller, Dietmar Wienold und Claudia Keiter (von links). | © FOTO: DIETMAR GRÖBING

Lichtenau Jubiläum lässt Dorf erstrahlen

Iggenhausen begeht 775-jähriges Bestehen mit vielfältigem Programm

Lichtenau-Iggenhausen. Im Allgemeinen gilt Iggenhausen nicht gerade als Nabel der Welt. Dabei hat die am Glasebach gelegene Ortschaft in punkto Feier- und Darstellungswillen einiges zu bieten. Der Fronleichnamstag stellte dies eindrucksvoll unter Beweis, als das 775-jährigen Bestehen des 200-Einwohner-Dorfes auf der Agenda stand.

Einen ganzen Tag lang rückten die Iggenhausener ehemalige und gegenwärtige Errungenschaften in den Fokus, feierten mit allen Herbeigeeilten eine ausgelassene Festivität, die kirchliche und weltliche Aspekte vorbildlich unter einen Hut brachte. Klerus, Kultur und Klamauk schlossen einander nicht aus, sondern ergänzten sich zu einem Jubiläum, das Jung und Alt etliche Höhepunkte offerierte.

Eröffnet wurde der Reigen mit einem Gottesdienst, dem eine Fronleichnamsprozession durch das historisch geschmückte Dorf folgte. Ein Heimatnachmittag mit verschiedenen Attraktionen schloss sich an. So blickte die Fotoausstellung "So war es einmal" zurück auf vergangene Zeiten, während die Linedance-Gruppe "Iggeske smucke Mäkens" (Iggenhausens schmucke Mädchen) ganz im Hier und Jetzt verankert war.

Auch die A-capella-Formation "Dunnertal" machte von sich reden beziehungsweise singen, während das plattdeutsche Theaterstück "Frynnleynohm für eynen in Iggesen" (Fronleichnam für einen Iggenhausener) die sprachliche Komponente der Bewohner unterstrich. Dabei wurde zugleich die sprachliche Kultur der Iggenhausener beleuchtet und in unterhaltsamer Form aufbereitet.

Neben ausgesuchten Speisen und einer Cocktailbar hatte man ebenso an die jüngsten Besucher gedacht. Eine Hüpfburg, eine Glücksrad und eine Luftballonaktion fanden die Aufmerksamkeit der Kleinsten. Abrundung erfuhr das eintägige Spektakel durch den Einsatz der Musikkapellen aus Grundsteinheim und Iggenhausen.

Die Damen der Linedance-Gruppe "Iggeske smucke Mäkens" beim Formationstanz. - © FOTO: DIETMAR GRÖBING
Die Damen der Linedance-Gruppe "Iggeske smucke Mäkens" beim Formationstanz. | © FOTO: DIETMAR GRÖBING

"Im Rahmen des Jubiläums wollen wir alte Freundschaften beleben und neue entstehen lassen" unterstrich der 2. Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Iggenhausen, Dietmar Wienold, die Prämisse der Festlichkeit, die eine dreizehnmonatige Vorbereitungszeit in Anspruch nahm.

Zeit, die sinnvoll genutzt wurde, identifizierte Landrat Manfred Müller Iggenhausen doch als "ein Stück Heimat". Und als "echtes Dorf, wie es im Duden steht", sprich, "ein Nest, das Geborgenheit spendet und seinen 212 Bewohnern ein Mit- und Füreinander bietet".

"Eine vorbildliche Umsetzung der Dorfgeschichte" attestierte der kommende Lichtenauer Bürgermeister Josef Hartmann dem Festkomitee, das mit Hilfe des Programms "Erinnerungen aufleben lässt und etwas Besonderes auf die Beine gestellt hat".

Hinsichtlich des Geleisteten spiegelte sich ein gewisser Stolz in den Gesichtern der Anwesenden. Das erkannte auch die neue Ortsvorsteherin Kordula Böhner, die innerhalb ihrer Rede das "enorme Strahlen" thematisierte. Kein Wunder, dass sich Böhner eine Konservierung des Moments wünschte, um ihn möglichst lang hinauszuzögern: "Wer friert uns diesen Moment ein?"

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