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Das Caritas-Altenzentrum Hövelhof eröffnet am 1. Juli das Projekt "Wohnen an Stollmeiers Wiesen" mit zwei betreuten Wohngemeinschaften und fünf barrierefreien Wohnungen. - © Jens Reddeker
Das Caritas-Altenzentrum Hövelhof eröffnet am 1. Juli das Projekt "Wohnen an Stollmeiers Wiesen" mit zwei betreuten Wohngemeinschaften und fünf barrierefreien Wohnungen. | © Jens Reddeker

Hövelhof An Stollmeiers Wiesen in Hövelhof gibt es jetzt WGs für Jung und Alt

Die Caritas hat drei Millionen Euro in dieses alternative Wohnprojekt in Hövelhof investiert. Neben betreuten Wohngemeinschaften gibt es auch Wohnungen.

Uwe Müller
29.06.2020 | Stand 28.06.2020, 18:15 Uhr

Hövelhof. Eine offizielle Einweihungsfeier und auch einen Tag der offenen Tür wird es nicht geben, wenn am 1. Juli der Neubau des Caritas-Altenzentrums am Haus Bredemeier in Hövelhof bezogen wird – mit Vorsicht und Umsicht, wie die Geschäftsleiterin Monika Stricker betont. Ab da ist es möglich, an Stollmeiers Wiesen zu wohnen.

Ursprünglich war geplant, die ersten Mieter schon im April dort zu begrüßen. Doch diesmal sei nicht die Coronakrise Schuld an der Terminverschiebung, sondern dass verschiedene Gewerke etwas länger dauerten, erklärt Stricker. Die Caritas hat drei Millionen Euro in das Wohnprojekt an der Dr.-Sonnenschein-Straße investiert.

Zusammenstellung der WGs muss passen

Das Grundstück stellte die Gemeinde kostenlos zur Verfügung. Ganz in der Nähe des Hauses Bredemeier gibt es nun auf 1.400 Quadratmetern Wohnfläche Platz für bis zu 30 Personen. Dort sind zwei betreute Wohngemeinschaften und fünf Wohnungen untergebracht. In das Erdgeschoss zieht eine Wohngemeinschaft mit jungen pflegebedürftigen Menschen zwischen 20 und 60 Jahren ein. Darunter sind auch neun aus dem benachbarten Haus Bredemeier.

„Sie waren anfangs misstrauisch. Sie kommen quasi von All-inklusive auf Halbpension, aber als wir ihnen das Konzept und auch die Räumlichkeiten zeigen konnten, waren sie davon überzeugt", ist Monika Stricker optimistisch. Schließlich habe man auch bei der Zusammenstellung der WGs darauf geachtet, dass es auch passe. Freude an der Gemeinschaft und Interesse, den Alltag mitzugestalten, seien wichtige Voraussetzungen für das Miteinander.

Wohnen auf Probe ist auch möglich

Im Obergeschoss ist die zweite Wohngemeinschaft für Senioren ab 60 Jahren mit geringem Hilfebedarf. In jeder WG sind zehn Zimmer (22 Quadratmeter) jeweils mit einem eigenen Bad. Im Zentrum der Wohngemeinschaft gibt es eine große Wohnküche mit einem Zugang zur Terrasse im Erdgeschoss oder auf den Balkon im Obergeschoss.

„Die Wohnküche und die Gemeinschaftsräume sind von uns eingerichtet worden, die Zimmer kann jeder Mieter individuell einrichten", sagt Monika Stricker. Für die Unterstützung und Pflege der Bewohner sorgen die Mitarbeitenden der Caritas-Sozialstation. Und für Menschen, die sich noch nicht sicher sind, ob eine betreute WG etwas für sie ist, bietet das Caritas-Altenzentrum Wohnen auf Probe an. Das Gästezimmer im Obergeschoss kann dafür genutzt werden.

Pflege kann individuell hinzugebucht werden

Wer in die fünf barrierefreien Wohnungen im Staffelgeschoss einzieht, kann ebenfalls Pflege und Betreuung hinzubuchen – ganz individuell. „Die Wohnungen sind für ein oder zwei Personen, die dort völlig autark leben. Die Wohnungen waren in kürzester Zeit ausgebucht", unterstreicht die Geschäftsleiterin wie groß die Nachfrage nach Wohnraum für Senioren, der auch Sicherheit bietet, ist.

Monika Stricker betont zudem, dass das Hygienekonzept des Hauses Bredemeier auch beim Projekt „Wohnen an Stollmeiers Wiesen" angewandt wird. Unter anderem werden alle Mieter vor dem Einzug getestet. „Wir müssen alles tun, um auch unser neues Projekt zu schützen", so Stricker.

Sie vermisst in der Corona-Zeit besonders die Hilfe der 120 Ehrenamtlichen. „Sie helfen uns – teilweise seit Jahren – bei der Trauerbegleitung, im Hospiz, beim Empfangsdienst, bei Spaziergängen oder Andachten. Eigentlich überall. Sie sind genauso wichtig, wie die hauptamtlich Mitarbeitenden", sehnt sie das Ende der Pandemie vorbei.

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