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Am Blühstreifen: Michael Berens (Bürgermeister), Werner Thor, R. (Dave) Lubek (beide Naturschutz-Stiftung-Senne) und Alexander Höpfel (Höpfels Haus- und Hofservice). - © Raphael Athens
Am Blühstreifen: Michael Berens (Bürgermeister), Werner Thor, R. (Dave) Lubek (beide Naturschutz-Stiftung-Senne) und Alexander Höpfel (Höpfels Haus- und Hofservice). | © Raphael Athens

Hövelhof 37 verschiedene Wildblumen gegen das Insektensterben in Hövelhof

Die Sennegemeinde, Firmen und Privatpersonen engagieren sich gemeinsam für ein Naturprojekt

Raphael Athens
05.06.2019 | Stand 05.06.2019, 11:46 Uhr

Hövelhof. 37 verschiedene Wildblumen – darunter Echtes Leinkraut, Kamille, Steinklee, Salbei, Braunellen, Johanniskraut oder Margarite werden bald in Hövelhof auf verschiedenen Flächen wachsen. Für eine blühende Vielfalt setzen sich in Hövelhof neben der Gemeinde auch einige Firmen und Privatpersonen ein – sie beteiligen sich am Projekt „Wildblumen gegen Insektensterben". Die Naturschutz-Stiftung-Senne hat eine interkommunale Arbeitsgemeinschaft gleichen Namens zusammen mit der Gemeinde und den Städten Paderborn, Bad Lippspringe, Schloß Holte-Stukenbrock und weiteren interessierten Partnern initiiert. In Hövelhof wurde bereits vor einigen Wochen auf dem Schützenplatz ein Blühstreifen angelegt. Nun wurden gemeinsam mit den zuständigen Mitarbeitern der beteiligten Städte und Gemeinden städtische und private Flächen gefunden, die für eine artenreiche Umgestaltung geeignet sind. Im Industriegebiet Nord, bei Firma Rennerich, an der Bahnhofstraße bei Firma Elha, an der Sennestraße Ecke Raiffeisenstraße zwischen dem Hallenbad und der Dreifachturnhalle und am Regenrückhaltebecken, entlang der Staumühler Straße wurden Blühstreifen angelegt. Blumenmischung auf die regionalen Böden abgestimmt Damit das kostengünstig umgesetzt werden kann, hat Alexander Höpfel von Höpfels Haus- und Hofservice in seinen Maschinenpark investiert. Der gelernte Landwirt hat neben einem neuen leichten Schlepper, eine Gegenlauffräse mit Sämaschine und integrierter Gitterwalze angeschafft. Dadurch wird der Boden nicht so stark verdichtet. Die Gegenlauffräse ist mit Stangen ausgerüstet, die sondern Grassoden, Steine und Wurzeln aus. Diese fallen direkt nach unten, die feinere Erdschicht fällt darüber und bildet die Schicht, auf die gesät wird. Mit der Gitterwalze wird das Saatgut mit der Erde vermengt und angewalzt. Das Saatgut stammt vom Kreis Paderborn. Damit es ausgebracht werden kann, wird es mit gentechnikfreiem Sojaschrot gestreckt. So kann die Menge von etwa 1,5 Gramm pro Quadratmeter gesät werden. Es wird eine Paderborner Wildblumenmischung verwendet, die auf die regionalen Bodenverhältnisse abgestimmt ist. Die Paderborner Mischung ist erhältlich in den Raiffeisenmärkten Paderborn, Elsen, Lichtenau und Buke. An dem Projekt sollen sich noch mehr Menschen beteiligen – dabei wird an Kindergärten, Industrie, Heimatvereine und auch Privatpersonen gedacht.

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