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Für die Freiwillige Feuerwehr in Hövelhof war es ein einsatzreiches Jahr 2018. - © Pixabay
Für die Freiwillige Feuerwehr in Hövelhof war es ein einsatzreiches Jahr 2018. | © Pixabay

Hövelhof Freiwillige Feuerwehr in Hövelhof rückt zu 353 Einsätzen aus

112 Feuerwehrleute sind in Hövelhof aktiv. Die Erweiterung des Gerätehauses wird konkret

Ralph Meyer
09.02.2019 | Stand 09.02.2019, 15:59 Uhr

Hövelhof. Bilanz eines einsatzreichen Jahres zogen die 112 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Hövelhof. Bei 353 Einsätzen, zahlreichen Dienstabenden, Übungen, Brandschutzerziehungen sowie bei der Aus- und Fortbildung investierten die Feuerwehrleute rund 20.000 Stunden ihrer Freizeit in den Schutz und die Hilfe für ihre Mitbürger, unterstrich Wehrführer Peter Kesselmeier. Bei 75 Einsätzen lautete das Stichwort „Menschen in Notlage". Dabei retteten die Wehrleute 151 Personen. 26 Mal wurden Kräfte der Wehr zu überörtlichen Einsätzen herangezogen. Die A 33 bescherte 33 Einsätze. 24 Mal rückte die Wehr zu Einsätzen, ausgelöst durch Brandmeldeanlagen, aus. Mittlerweile sind mehr als 20 Brandmeldeanlagen im Gemeindegebiet aufgeschaltet, das heißt, dass ein Alarm automatisch an die zuständige Feuerwehrleitstelle übertragen wird. Die First Responder wurden 47 Mal, die Notfallseelsorger sieben Mal zu Einsätzen gerufen. Bei 27 Brandschutzschulungen wurden 450 Personen für das richtige Verhalten bei einem Brand geschult. Zu den herausragenden Einsätzen zählte Orkantief "Friederike" Mitte Januar, bei dem allein in der Sennegemeinde 56 Einsatzstellen anfielen. Nach einem Motorradunfall in der Nacht suchten die Feuerwehrleute erfolgreich mit Wärmebildkamera und Drohne nach einem abgetrennten Körperteil. Ebenfalls spektakulär verlief ein Busunfall auf der Allee, der einen Massenanfall an Verletzten auslöste. Gute Personalstärke bei der Feuerwehr in Hövelhof Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt bei 38 Jahren. Der Ehrenabteilung gehören 31, der Jugendfeuerwehr 21 Mitglieder an. Vier junge Feuerwehrleute wechselten aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung. Durch die gute Personalstärke sind vier unabhängige Alarmgruppen für kleinere Einsätze möglich, die sich täglich abwechseln. Im vergangenen Jahr stellte die Feuerwehr zwei neue Fahrzeuge in Dienst. Der Förderverein steuerte mit Hilfe mehrerer Großspender eine 15.000 Euro teure Drohne (Oktocopter) bei, die auch mit einer Wärmebildkamera zum Erkunden und zur Suche ausgerüstet ist. Im laufenden Jahr wird der 233 Mitglieder starke Förderverein wieder zahlreiche Projekte mit insgesamt 19.500 Euro fördern. Größter Posten mit 3.500 Euro ist eine Sofabrandstelle für die Brandschutzerziehung, kündigte Vorsitzender Ralf Dierks an. Befördert wurden zur Feuerwehrfrau/zum Feuerwehrmann: Anna Kesselmeier, Patrick Desel und Nils Sundermann; zur Oberfeuerwehrfrau: Lea Kesselmeier; zum Unterbrandmeister; Thomas Wiethoff, Kevin Reschke und Noel Förster, zum Brandmeister: Kevin Wiethoff, zum Oberbrandmeister: Daniel Güthoff; zum Hauptbrandmeister: Rene Hentschel; zum Brandinspektor: Patrick Falkenrich und Benedikt Michaelis; zum Brandoberinspektor: Thomas Gehle und Sebastian Lienen und zum Gemeindebrandinspektor: Max Rempe. Eine Million Euro für die Feuerwehr Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Udo Plaßhenrich, Thomas Westhof und Ulrich Klösener. Mit der Ehrennadel in Gold des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen wurden Hubert Meier für 50- und Hubert Westerwalbesloh für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Im laufenden Jahr investiert die Gemeinde Hövelhof rund eine Million Euro in die Feuerwehr, sagte Bürgermeister Michael Berens und verwies auf die besondere Zusammenarbeit zwischen Rathaus und Feuerwehr. Größter Einzelposten ist ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug. Da die Wehr immer stärker wächst – es gibt sogar eine Warteliste – ist auch das Gerätehaus am Alten Markt an der Grenze seiner Kapazität angekommen. Auf diesen zentralen Standort möchte die Wehr nicht verzichten, obwohl die Erweiterung dort nicht einfach wird. Berens wartet auf das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie und ist zuversichtlich, die Planungen noch in diesem Jahr abschließen zu können, so dass im kommenden Jahr erste Baumaßnahmen möglich werden. Der Bürgermeister verwies auch auf den Umbau Ortsdurchfahrt, der „Hauptschlagader" der Gemeinde. Zwischen Mitte Februar und August wird es im Ortskern zu erheblichen Behinderungen und Sperrungen und Umleitungen kommen. „Es ist eine sehr ambitionierte Aufgabe, und wir hoffen, dass die Hilfsfristen nicht darunter leiden", fügte er hinzu. Vize-Landrat Wolfgang Weigel bezeichnete die Sennegemeinde als „Vorzeige-Feuerwehrort".

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