Hövelhof Nena-Konzert in Hövelhof: "Wir haben es geschafft, Nena aufs Dorf zu holen"

Konzert: Die Sennekult-Macher erklären, wie sie die Pop-Ikone nach Hövelhof gelotst haben

Jens Reddeker

Hövelhof. Der Stolz über diesen Erfolg ist allen Beteiligten anzumerken. Auf der Pressekonferenz zur Ankündigung des Nena-Konzerts am 3. August 2019 sind bei den Mitgliedern des Kulturvereins Sennekult und dessen Partnern nur strahlende Gesichter zu sehen. "Wir haben es geschafft, Nena aufs Dorf zu holen", beschreibt Sennekult-Geschäftsführer Christian Bökamp den größten Coup der neunjährigen Vereinsgeschichte. Wie richtig der Verein offenbar mit seiner Künstlerauswahl liegt, hat Bökamp schon am Mittwochnachmittag hautnah erlebt. "Nachdem die Nachricht bei nw.de zu lesen war, stand mein Telefon nicht mehr still", sagt Bökamp, der die Geschäftsstelle im Rathaus betreibt. Teilweise trieben die Anrufe kuriose Blüten: "Eine Dame hat mich sehr eindringlich um eine Kartenreservierung gebeten, weil sie Nena so ähnlich sehe." Auch wenn der Vorsitzende Matthias Schlotmann in der Formulierung noch vorsichtig bleibt, die Macher sind sich sicher, dass es kein großes Problem wird, die 5.000 Karten zu verkaufen. Sie setzen unter anderem aufs Weihnachtsgeschäft. Tickets ab sofort erhältlich Zu haben sind die Nena-Tickets ab 45 Euro am Freitag, 14. September, ab 10 Uhr in den Sennekult-Vorverkaufsstellen und auch im Internet über www.erwin-event.de. Im Gespräch erklären Schlotmann, seine Stellvertreterin Anja Berens und Bökamp, wie sie es geschafft haben, die Pop-Ikone in die Sennegemeinde zu lotsen: "Bei uns geht es familiär zu. Dieses Gefühl wollen wir auch den Künstlern vermitteln. Sie sollen sich in Hövelhof wohlfühlen." Gerne erinnert sich Schlotmann an den Auftritt der Kölschrockband Brings im Sommer 2015 beim Open Air am See seiner Familie. Den See nutzten die Musiker gerne für eine Schwimmpartie und fuhren Jetski, bevor sie auf der Bühne 2.000 Menschen begeisterten. "Von Brings und anderen haben wir immer wieder gehört, dass es ihnen bei uns gut gefallen hat und sie gerne nach Hövelhof zurückkommen würden", sagt Schlotmann. Der Ruf von ländlicher Gemütlichkeit in Verbindung mit pünktlicher Abwicklung der Finanzen hat den Hövelhofern nach eigener Einschätzung auch bei den Vorgesprächen für das Nena-Konzert geholfen. In der Branche spreche sie herum, wie die Veranstalter mit ihren Künstlern umgehen.Die Osnabrücker Agentur Goldrush war nun der Schlüssel, um die Vorsängerin der Neuen Deutschen Welle zu bekommen. Und die Niedersachsen wurden bei einem Ortstermin in der Sennegemeinde vollends überzeugt, damit sie sich bei Nenas Management endgültig für das Senne-Open-Air 2019 einsetzen. Christian Bökamp erinnert sich: "Die Agentur war begeistert vom Gelände sowie dem Schützen- und Bürgerhaus. Davon können wir vielleicht auch in Zukunft noch profitieren." Die warmen Worte für den Veranstaltungsort kommen besonders beim Geschäftsführer des Schützen- und Bürgerhauses gut an. Matthias Vonderheide: "Das ist auch ein Lob für alle Ehrenamtler, die mitgebaut haben und die sich noch heute dafür einsetzen." Als Vorband spielt die Hürther Pop-Formation "Keinepanik" Begeistert war im August auch eine Sennekult-Abordnung, die sich Nenas Freiluftshow beim Osnabrücker Schlossgarten-Open-Air angeschaut hat. "Das Konzert war bombastisch", erinnert sich Schlotmann. "Klein und Groß waren schon bei den ersten Liedern außer Rand und Band." Damit auch der Konzerttag in Hövelhof unvergesslich wird, will Sennekult (220 Mitglieder) mit viel ehrenamtlicher Unterstützung rund um Nena noch mehr anbieten. Nachgedacht wird unter anderem über ein Kinderprogramm. Als Vorband spielt die Hürther Pop-Formation "Keinepanik". Die Gruppe war schon mehrfach in der Sennegemeinde und schätzt den Hövelhofer Weg. "Sie gehören schon fast zur Familie", sagt Christian Bökamp.

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