Historisch ausstaffiertes Quartett: Die Schnittergruppe um (v. l.) Marlies Hermes, Karin Winkenjohann, Heike Leuschner und Ulrike Rodehuth hat gut abgeschnitten. - © Dietmar Gröbing
Historisch ausstaffiertes Quartett: Die Schnittergruppe um (v. l.) Marlies Hermes, Karin Winkenjohann, Heike Leuschner und Ulrike Rodehuth hat gut abgeschnitten. | © Dietmar Gröbing

Hövelhof Beim Erntedankumzug in Espeln finden Vergangenheit und Gegenwart zueinander

Traditionspflege: Beim Erntedankumzug im Sennedorf Espeln finden Vergangenheit und Gegenwart zueinander. Was mehrere tausend Festbesucher geboten bekommen

Dietmar Gröbing

Hövelhof-Espeln. Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen, was nicht zuletzt an den Getreidefeldern sichtbar wird. Sie sind fast zur Gänze abgemäht und weisen oftmals nur noch Stoppeln auf. Genau der richtige Zeitpunkt, um Danke zu sagen. Danke für eine erfolgreich verlaufene Ernte. Das tut man im Dorf Espeln seit fast 100 Jahren per öffentlichem Akt. Gemeint ist das Heimat- und Erntedankfest. Der angeschlossene Umzug ging am Sonntag zum 98. Mal über die Bühne. Allein jene Zahl verrät die geschichtliche Dimension der Erntedanksagung, die regelmäßig mehrere tausend Menschen in den Ortsteil der Sennegemeinde lockt. Was umso erstaunlicher anmutet, wenn man weiß, dass Espeln nur 670 Einwohner zählt. Ein Vergleich mit dem norddeutschen Dorf Wacken drängt sich auf, doch in Espeln ist Heavy Metal verpönt...

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