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Hövelhof kassiert 45 Prozent bei Gewinnen. - © dpa
Hövelhof kassiert 45 Prozent bei Gewinnen. | © dpa

Hövelhof Bei Gewinnen kassiert Hövelhof 45 Prozent

Interkommunales Gewerbegebiet

Ralph Meyer
01.10.2016 | Stand 30.09.2016, 20:13 Uhr

Hövelhof. Bei zwei Gegenstimmen der Grünen und der FPD hat der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend mehrheitlich dem Rat empfohlen, der Gründung der Gewerbepark Senne GmbH sowie den Entwürfen der Satzung und der Gesellschafterversammlung zuzustimmen. Damit hat die Sennegemeinde nach der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock den Weg freigemacht für ein interkommunales Gewerbegebiet in der Nähe der Anschlussstelle Stukenbrock-Senne an der A 33. Rund ein dreiviertel Jahr haben die drei Partner - neben Schloß Holte ist auch noch die lippische Kommune Augustdorf im Boot - verhandelt, bis die letzten Knackpunkte gelöst waren. Umstritten waren bis zuletzt die Beteiligungen, die Gewinn- und Verlustverteilung sowie die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder. Die gefundene Übereinkunft der drei Kommunen stelle für Hövelhof eine "gelungene Lösung" dar, erklärte Bürgermeister Michael Berens. Bei den Gesellschaftsanteilen hält Schloß Holte-Stukenbrock 50 Prozent, Hövelhof 40 und Augustdorf 10. Diese Verteilung garantiert, dass der "Grundstückseigner" nicht überstimmt werden kann. Bei Gewinn und Verlust gilt ein anderer Schlüssel: Dann entfallen 47 Prozent auf Schloß Holte, 45 auf Hövelhof und 8 auf Augustdorf, was die starke Wirtschaftskraft der Sennegemeinde untermauert. Der Aufsichtsrat soll nun statt aus neun aus zwölf Mitgliedern bestehen. In dieses Gremium soll Hövelhof vier Mitglieder entsenden. Uneins sind sich die Kommunen und die Bezirksregierung noch über die personelle Ausstattung der Gesellschafterversammlung. Während die Kommunen der Ansicht sind, dass die Bürgermeister automatisch die Vertreter sind, vertritt Detmold die Auffassung, dass es keinen solchen Automatismus geben müsse. Dieses Problem soll auf dem Verhandlungsweg gelöst werden. Das Stammkapital der neuen Gesellschaft beträgt 250.000 Euro. Der Anteil der Sennegemeinde liegt bei 100.000 Euro. Die Geschäftsführung wird von der Stadt Schloß Holte Stukenbrock gestellt. Die Laufzeit der Verträge wurde auf 25 Jahre verlängert, was Udo Neisens (CDU) begrüßte. André Klocksin (FDP) regte an, die Aufsichtsratsmitglieder in einer gemeinsamen Liste zu benennen und dabei besonderes Augenmerk auf entsprechende Qualifikationen zu richten. Rechtsanwalt Bastian Hensel, der für die Gemeinde die Verträge ausgehandelt hat, betonte, Berufe wie Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater seien nicht zwingend vorgeschrieben. CDU-Fraktionschef Wilfried Lappe begrüßte zwar gewisse Grundqualifikationen, konnte sich mit einer gemeinsamen Liste aber nicht anfreunden. Die Vertreter der Sennegemeinde wird der Rat in seiner nächsten Sitzung wählen. Die Stimmenverteilung erfolgt nach Hare/Niemeyer. Berens hofft, dass die neue GmbH rasch mit dem Grunderwerb loslegen kann. Er hofft, Ende 2017 oder Anfang 2018 mit der Vermarktung der neuen Flächen beginnen zu können.

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