Hövelhof Neubau unter Dach und Fach

Richtfest der Hövelsenner Kapelle als Schauplatz heimatlicher Verbundenheit

VON MANUELA FORTMEIER

(v. l.) Hartwig Brinkmann, Andreas Dunschen, Tobias Brinkmann, Eduard Brinkmann, Franz-Josef Schulmeister, Hermann-Josef Buschmeier, Heinrich Schulmeister, Gerd Schmitfranz, Helmut Ramsel, Hartwig Bee, Reinhold Wolfslau, Rudolf Rodenbröker, Anton Rampsel, Helmut Bee, Heinrich Fortmeier, Andreas Kersting, Peter Brinkmann und Eric-Peter Brinkmann. - © FOTOS: MANUELA FORTMEIER
(v. l.) Hartwig Brinkmann, Andreas Dunschen, Tobias Brinkmann, Eduard Brinkmann, Franz-Josef Schulmeister, Hermann-Josef Buschmeier, Heinrich Schulmeister, Gerd Schmitfranz, Helmut Ramsel, Hartwig Bee, Reinhold Wolfslau, Rudolf Rodenbröker, Anton Rampsel, Helmut Bee, Heinrich Fortmeier, Andreas Kersting, Peter Brinkmann und Eric-Peter Brinkmann. | © FOTOS: MANUELA FORTMEIER

Hövelhof. Es war ein Richtfest der Emotionen. Eine Linde und ein Gedicht von den Nachbarn, ein Besen mit Heide vom Plattdeutschen Kreis und viele bewegende Worte. Wie eng sich viele Hövelhofer und gebürtige Hövelsenner noch heute mit ihrer Heimat verwoben fühlen, das zeigte am Samstagnachmittag das große Interesse am Richtfest der 7 mal 12 Meter großen Hövelsenner Kapelle, zu der mehrere hundert Menschen an den Rand des Truppenübungsplatzes zur Senner Straße gekommen waren.

Baubeginn war im Frühjahr dieses Jahres. Die Kosten des etwa 100.000 Euro teuren Gotteshauses setzen sich ausschließlich durch Spenden und Eigenleistungen zusammen. Wenige Minuten, bevor der Grundstein in das neue Gotteshaus eingemauert wurde, sagte Pfarrer Bernd Haase: "Es ist ungewohnt, dass man beim Richtfest den Grundstein segnet. Ein Grundstein erinnert auch daran, auf welchem starken Fundament auch unser Leben ruht. Dass das Türmchen den Blick in den Himmel richtet, sei ebenfalls ein gutes Zeichen.

Stellvertretend für den Förderverein Hövelsenner Kapelle fand Vorsitzender Anton Ramp-sel lobende Worte: "Danke an alle, die mit angepackt haben. Danke an die vielen Handwerker, danke an die, die diese kulinarisch versorgt haben".

Zudem zollte er auch denen seinen Dank, die diese Baumaßnahme durch viele Geld- und Sachspenden realisiert haben. "Ohne ihre Unterstützung hätte diese Kapelle nicht errichtet werden können". In seinen Händen hielt er eine Kupferrolle, in der historische Dokumente, zwei aktuelle Tageszeitungen, Zeichnungen der Kapelle, Münzen und eine Hövelhofer Rundschau verschlossen wurden und die ebenfalls eingemauert wurde. Unter den Gästen konnte Rampsel auch den amtierenden Hövelhofer Hofstaat begrüßen.

(v. l.) Zum Richtfest der Kapelle überbrachten Vizelandrat Wolfgang Weigel, der Hövelhofer Bürgermeister Michael Berens, der EU-Parlamentarier Elmar Brok und Ehefrau Renate Brok die besten Wünsche.
(v. l.) Zum Richtfest der Kapelle überbrachten Vizelandrat Wolfgang Weigel, der Hövelhofer Bürgermeister Michael Berens, der EU-Parlamentarier Elmar Brok und Ehefrau Renate Brok die besten Wünsche.

Angekündigt durch mehrere Hammerschläge auf das Dach sprach der Tischler-, Dachdecker,- und Zimmermeister Hartwig Brinkmann den Richtspruch. "Eine Kapelle hat sich erhoben. Anschließend schenkte Brinkmann an alle einen "Hövelsenner Whisky", Wacholder mit Boonekamp, aus.

Dass der Zusammenhalt auf "dem Dorf" in der heutigen Zeit ein anderer als in der Stadt ist, brachte EU-Parlamentarier Elmar Brok in seinen Grußworten, mit denen er den Segen der guten Nutzung wünschte, so zum Ausdruck: "Eine Gemeinschaft, die ihre eigene Identität an einem Gotteshaus erkenntlich macht und ein Ort, in dem man sich kennt, sind gute Zeichen".

Als Vorsitzender des Fördervereins der Senner Kapelle begrüßt Anton Rampsel nicht nur die Gäste, sondern bedankt sich bei allen Helfern, Spendern und denen, die zur Umsetzung dieses Bauwerkes beigetragen haben.
Als Vorsitzender des Fördervereins der Senner Kapelle begrüßt Anton Rampsel nicht nur die Gäste, sondern bedankt sich bei allen Helfern, Spendern und denen, die zur Umsetzung dieses Bauwerkes beigetragen haben.

Auch Wolfgang Weigel, stellvertretender Paderborner Landrat gratulierte zu diesem Ereignis: "Die Zeiten sind schnelllebig geworden. In Zeiten, in denen auch Religionen als Waffen gegen andere benutzt werden, ist es eine schöne Zuversicht und ein gutes Zeichen, dass durch den Einsatz einer großen Interessengemeinschaft der alten Hövelsenner Kirche in Form dieser Kapelle ein bleibendes Erbe bewahrt wird".

Bürgermeister Michael Berens (in der Rolle als Schütten) gratulierte auf eine besondere Weise und tat es nicht allein. Mit der heimischen Band "Siene Puttkers" bereicherten er und die Musiker Ingo Berens (Deipesinger) und Markus Kersting (Trouberdeykes) das Fest musikalisch mit den Beiträgen "Glücklich ein Kind der Senne zu sein", Kennst du das Land" und "Das ist vorbei".

Bewusst hatte sich das Trio für diesen Anlass Lieder über ihre Senner Heimat entschieden und eigens diesem Tag ein neues Lied geschrieben, dass viele Gäste sichtlich emotional bewegte, weil es den alten Hövelsennern inhaltlich aus der Seele sprach.

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