0
10.000 Euro in Form eines symbolischen Schecks überreichen (v. l.) Bernhard Bröckling, Bürgermeister Michael Berens, Dirk Berens, Diakon Jens Rosenfeld, Hartwig Bee, Kassierer Michael Wiethoff, Irene Bröckling und Dave Lubek. - © FOTO: MANUELA FORTMEIER
10.000 Euro in Form eines symbolischen Schecks überreichen (v. l.) Bernhard Bröckling, Bürgermeister Michael Berens, Dirk Berens, Diakon Jens Rosenfeld, Hartwig Bee, Kassierer Michael Wiethoff, Irene Bröckling und Dave Lubek. | © FOTO: MANUELA FORTMEIER

Hövelhof Kinder und Schützen helfen

Waldkindergarten überreicht 10.000 Euro an Kinder- und Jugendhospiz Bethel

VON MANUELA FORTMEIER
15.05.2014 | Aktualisiert vor 0 Minuten

Hövelhof. Ein großes Herz für Kinder, eine Portion Ehrgeiz, Passion, eine gute Idee und Menschen, die diese umsetzen, weil sie wissen, dass Gesundheit nichts Selbstverständliches ist. Genau das waren die richtigen Zutaten, die dazu geführt haben, dass der Waldkindergarten der Naturschutzstiftung Senne gemeinsam mit den Schützen der Hövelsenner Kompanie einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an den Diakon Jens Rosenfeld vom Kinder-und Jugendhospiz Bethel überreichen konnten.

Zusammengekommen war die stolze Summe durch den Erlös eines Benefiz-Familienfestes zum großen Osterfeuer auf dem Hof Bröckling. Damit verbunden war auch ein Benefiz- Lamm- und Spanferkelessen. "Alle Einnahmen aus dem Verkauf der Speisen und Getränke, sowie die großzügigen Spenden Hövelhofer Firmen sind in diesem Betrag enthalten", informierte Irene Bröckling, Leiterin des Waldkindergartens.

Etwa 500 Gäste hatten die Gelegenheit des geselligen Beisammenseins mit dem Wissen, gleichzeitig etwas Gutes zu tun, für sich genutzt. "Diese positive Resonanz war für uns alle sehr erfreulich. In den Vorjahren waren es meistens so um die 150 Besucher", sagte die Leiterin.

Derzeit werden in der Einrichtung 49 Kinder (12 davon U3, ein integrativ untergebrachtes Kind) betreut. Die Idee, das Familienfest zum Osterfeuer in eine Benefizveranstaltung umzuwandeln, sei bereits im Juli vergangenen Jahres gekommen, als das Kind einer Freundin der Leiterin verstorben sei.

"Mit diesem Beitrag möchten die Beteiligten daran erinnern, dass nicht allen Kindern das Glück beschert ist, gesund und munter in einer heilen Welt, wie zum Beispiel der des Waldkindergartens aufzuwachsen, sondern dass es auch andere Kinderwelten gibt", sagte Dave Lubek, Vorstandsvorsitzender der Naturstiftung Senne und Vorsitzender des Trägervereins Waldkindergarten der Naturschutz-Stiftung Senne. Etwa 1 bis 1,1 Millionen Euro sind pro Jahr erforderlich, um Familien mit ihren kranken Kindern die Möglichkeit zur Unterbringung im Kinder- und Jugendhospiz Bethel zu ermöglichen.

"Jedes erkrankte Kind hat pro Jahr bis zu 28 Tagen die Möglichkeit, mit seiner Familie bei uns zu verbringen, zu leben, oder Urlaub zu machen. Dabei werden die Kosten für das erkrankte Kind zu 90 Prozent übernommen. "Die fehlenden 10 Prozent müssen ebenso durch Spenden ausgeglichen werden, wie die Unterbringung der Eltern und Geschwisterkinder. Oftmals sei es für die Familien nur in der Ferienzeit möglich, zu kommen. "Auch erkrankte Kinder sind schulpflichtig, so schreibt es das Gesetz vor", informierte Jens Rosenfeld.

"Unser Haus ist ein lustiges, buntes, fröhliches Haus der Freude. Alle Betroffenen sitzen im gleichen Boot. Bei uns muss sich niemand erklären", klärte Diakon Rosenfeld auf. Der verbleibenden Zeit soviel Normalität, Unbeschwertheit und Fröhlichkeit zu geben und den Alltag so normal wie eben nur möglich zu gestalten, dass sei das gemeinsame Ziel.

Außerdem sollen Familien von der Pflege ihrer schwerkranken Kinder entlastet werden. Ein altes Sprichwort bringt es auf den Punkt:" Carpe Diem"-Nutze den Tag".