Schüler aus dem Gymnasium Delbrück (am Tisch, v.l.) Teresa Göstenmeier, Marvin Düsterhus und Cedric Richter gemeinsam mit (hintere Reihe, v.l.) Prof. Dr. Gitta Domik-Kienegger, Dipl.-Inf. Stephan Arens, Dr. Hauke Friedrich und Peter Stilow. - © FOTO: SCHULE
Schüler aus dem Gymnasium Delbrück (am Tisch, v.l.) Teresa Göstenmeier, Marvin Düsterhus und Cedric Richter gemeinsam mit (hintere Reihe, v.l.) Prof. Dr. Gitta Domik-Kienegger, Dipl.-Inf. Stephan Arens, Dr. Hauke Friedrich und Peter Stilow. | © FOTO: SCHULE

Delbrück Computerspiele selbst entwickelt

Pennäler der Klasse 11 des Gymnasiums Delbrück im Workshop "Games Engineering"

Delbrück. Die Fachgruppe Computergrafik, Visualisierung und Bildverarbeitung am Delbrücker Gymnasium um Gitta Domik-Kienegger veranstaltete einen Schüler-Workshop zum Thema "Games Engineering". Dabei entwickelten Schüler der Klasse 11 ein Auto-Rennspiel am Computer.

Um die Autos, Straßen oder Häuser für den Computer zu erstellen und zu verändern oder ihre Autos entlang der Straßen auf dem Bildschirm zu bewegen, verwendeten sie dabei anstelle fertiger Spielesoftware nichts anderes als die ihnen längst bekannte Schulmathematik.

"Computerspiele sind eine der sinnvollsten Anwendungen der Schulmathematik der 11. Klasse", meint Domik-Kienegger. Denn: Hinter den realistisch anmutenden grafischen Welten der Computerspiele steckt ausschließlich in Computerprogramme eingebettete Mathematik.

Durch die Kürze der Entwicklungszeit über zwei halbe Tage des Schülerworkshops wirken die Autorennspiele zwar nicht so realistisch wie bei einem richtigen Computerspiel. Trotzdem konnte jeder Teilnehmer aus ein paar Zahlentripel bereits eigene Formen, zum Beispiel eine Kühlerfigur für das Auto, entwerfen.

Viele Schülerinnen und Schüler sind mit Computer und Computerspielen vertraut und können sich einen Beruf in der Spieleindustrie gut vorstellen. Aber was muss man können, um in der Spieleindustrie gefragt zu sein? Eine spezielle Software spielt hier eine besonders große Rolle: Als Spieleentwicklungsumgebung wird eine "Game Engine" genutzt. Mit ihr können Entwickler den Spieleverlauf steuern und die visuelle Darstellung bestimmen.

Game Engines sind sehr komplexe und große, in Schichten strukturierte Software-Systeme, die eine bedeutende Herausforderung der Informatik darstellen. So spiegeln sich alle Vorlesungen der ersten vier Semester des Informatikstudiums an der Komplexität dieser Software wider. Im weiteren Informatikstudium können sich Studierende dann noch gezielter auf die Spieleentwicklung vorbereiten.

Das notwendige Wissen kann man sich unter anderem durch die freie Wahl der Fächer im 5. und 6. Semester sowie im Studium Generale aneignen, aber auch durch die freie Wahl des Nebenfaches. Wer Interesse hat, Informatik zu studieren oder dies bereits tut und sein Wissen besonders im Bereich "Games Engineering" vertiefen möchte findet unter nachfolgender Internet-Adresse einen "roten Faden" durch das Informatikstudium: www.cs.uni-paderborn.de/fachgebiete/ag-domik/lehre/games-engineering.html.

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