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Vor dem neuen Anbau: (v. l.) Manuel Tegethoff (Fachbereich Schule), Martin-Uwe Balhorn (Architektur-Werk-Stadt Paderborn), Schulleiter Christian Deutsch, die Projektleiterin Astrid Wölk (Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz. - © Uwe Müller
Vor dem neuen Anbau: (v. l.) Manuel Tegethoff (Fachbereich Schule), Martin-Uwe Balhorn (Architektur-Werk-Stadt Paderborn), Schulleiter Christian Deutsch, die Projektleiterin Astrid Wölk (Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz. | © Uwe Müller

Delbrück Mehr Platz und ruhige Räume für Lehrer und Schüler in Delbrück

Investition in die Zukunft: Was der Neubau an der Johannes-Grundschule in Delbrück gekostet hat und was das Besondere an den Klassenzimmern ist

Uwe Müller
03.11.2019 | Stand 03.11.2019, 16:07 Uhr

Delbrück. Vormittags lernten die Grundschüler in den Klassenräumen, nachmittags wurden diese für die Offene Ganztagsschule (OGS) gebraucht und abends auch mal für Elternsprechtage. Und auch das Computerzimmer musste weichen – die Johannes-Grundschule in Delbrück hatte ein großes Raumproblem. Das hat sich nun grundlegend geändert. Die dringend nötige Erweiterung wurde nun nach einem Jahr abgeschlossen. Nun gibt es genug Platz, die die modernen Strukturen der Gruppenarbeit und Betreuungsangebote durch die OGS benötigen – schließlich sind ein Drittel der 305 Schüler in der OGS und 61 in der Betreuung. „Die Bauzeit wurde gut eingehalten und wir übergeben der Schule einen modernen Anbau", lobte Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz als er sich die neuen Räumlichkeiten ansah. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf etwa 1,17 Millionen Euro – einschließlich der Gestaltung der Außenanlagen und der Einrichtung. 440.000 Euro wurden als Kreditmittel aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020" dafür in Anspruch genommen, der Rest wird von der Stadt Delbrück getragen. „In der Schuldenstatistik stehen die 440.000 Euro auf unserem Deckel, aber das Land zahlt es ab", erklärt Peitz die Finanzierung. Anfangs gab es drei Varianten des Ausbaus, so Astrid Wölk vom Fachbereich Bauen und Planen, die für das Projekt verantwortlich war. Dass diese Version die beste ist, davon sind Bürgermeister, Architekt Martin-Uwe Balhorn, Manuel Tegethoff vom Fachbereich Schule und auch Schulleiter Christian Deutsch überzeugt. Und wenn in Kürze noch die Stühle und Tische geliefert werden, garantiert auch die Kinder. Denn sie bekommen dann Klassenräume auf dem allerneuesten Stand. Im Erd- und Obergeschoss befinden sich zwei Unterrichtsräume mit jeweils 62 Quadratmetern. Im Erdgeschoss ist einer der Räume vorerst für spezielle Gruppenarbeit in zwei separat zu nutzende Räume unterteilt. Ideale Räumlichkeiten für die Fördergruppen „Wenn irgendwann der große Raum gebraucht wird, kann die Leichtbauwand auch zurückgebaut werden", erklärt Astrid Wölk. Für Schulleiter Deutsch sind gerade die kleinen Räume willkommen: „Wir haben immer mehr Fördergruppen, da ist das ideal." Und was jeden Lehrer freuen wird: so richtig laut wird es in den neuen Zimmern so schnell nicht werden – alle sind mit speziellen akustisch wirksamen Decken- und Wandbekleidungen ausgestattet. Das Besondere: Die komplette Wand kann auch als Pinnwand benutzt werden. Zudem werden Schüler mit eingeschränktem Hörvermögen dadurch unterstützt, so Wölk. Auch die Verständigung werde verbessert, vor allem beim Erlernen einer neuen Sprache. Ein weiterer 15 Quadratmeter großer Raum steht auf beiden Geschossen zur Verfügung – oben nutzt ihn der Schulsozialarbeiter als Büro, unten wird er vor allem für die Putzmittel und Reinigungsmaschine verwendet. Über die hellen, geräumigen Flure besteht eine direkte Anbindung zum alten Schulgebäude. „Die Kinder haben jetzt endlich eine Heimat gefunden", ist der Schulleiter sichtlich froh über den notwendigen Anbau.

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