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In zwei Klassen sollen zunächst 50 junge Menschen zu Sozialassistenten in Westenholz ausgebildet werden. - © Regina Brucksch
In zwei Klassen sollen zunächst 50 junge Menschen zu Sozialassistenten in Westenholz ausgebildet werden. | © Regina Brucksch

Delbrück Ehemalige Hauptschule in Westenholz wird zum Berufskolleg

Diskussion im Schulausschuss: „Mit dem Finanzierungsvorschlag des Trägers tun wir uns schwer“

Regina Brucksch
01.11.2019 | Stand 31.10.2019, 13:27 Uhr

Delbrück. Im Delbrücker Schul- und Kulturausschuss signalisierten die Mitglieder am Dienstagabend ihre Zustimmung für den Start eines Berufskollegs in den Räumen der ehemaligen Westenholzer Hauptschule. Die ersten 50 Nachwuchskräfte sollen ab dem Schuljahr 2020/21 ihre Ausbildungen in Heilerziehungspflege und Sozialpädagogik beginnen. Lediglich Reinhard Schmitz (SPD) und Brigitte Michaelis (PID) enthielten sich. Die Beschlussempfehlung an den Rat, sich für die Pläne der Kolping Schulwerk gGmbH auszusprechen, beinhaltet neben der Vermietung eine maximale Zuschusshöhe der Stadt, die jährlich 75.000 Euro beträgt und für die Dauer von fünf Jahren festgelegt ist. Schmitz sah in den kommunalen Kosten die einzige Hürde. Er beurteilte den Zuschuss der Stadt als zu hoch. In der Zahlenaufstellung des zukünftigen Trägers machte er Unklarheiten aus. Gegen den Zuschuss äußerte auch Michaelis Bedenken. Kritik übte sie zudem daran, dass es eine „deutsche" Klasse mit 30 und eine „Migrationsklasse" mit 20 Lernenden geben solle. Das habe mit Integration wenig zu tun. Weiter wollte sie wissen, ob die Frage der Bereitstellung von ausreichend Parkplätzen geklärt sei. Der Schulamtschef Manuel Tegethoff antwortete, erst nach einem Votum aus dem Rat wolle er in Verhandlungen mit einem bereitwilligen Grundstückseigentümer treten. Details mit Träger klären Anita Papenheinrich (CDU) erklärte in Bezug auf die Integration: „Das sollten wir den Pädagogen überlassen. Der Träger verfügt über viele Erfahrungswerte." Der sachkundige Bürger Michael Lemm (CDU) gab zu bedenken, ein Leerstand würde mit viel höheren Kosten zu Buche schlagen. Ingo Sagemüller räumte ein, die CDU-Fraktion würde sich mit dem Finanzierungsvorschlag ebenfalls schwer tun, allerdings sei die Pflege-Fachschule eine große Bereicherung. Tegethoff warb für den empfehlenden Beschluss und machte einen Vorschlag: „Ich telefoniere unverzüglich mit den Verantwortlichen des Trägers und vereinbare vor der Ratssitzung am 7. November ein Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden. Dann kommen die Zahlen noch einmal detailliert auf den Tisch."

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