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Bunte Herbstkränze: Maria Wirling und Sabine Hagenhoff (v.l.) haben eine riesige Auswahl auf dem Bauernmarkt. - © Regina Brucksch
Bunte Herbstkränze: Maria Wirling und Sabine Hagenhoff (v.l.) haben eine riesige Auswahl auf dem Bauernmarkt.
| © Regina Brucksch

Delbrück So war der Samstag auf dem Katharinenmarkt in Delbrück

Bei bestem Wetter war das Gedränge auf dem Bauernmarkt und beim Umzug groß

Regina Brucksch
21.09.2019 | Stand 21.09.2019, 18:59 Uhr |

Delbrück. Nach bevor der Sprecher des Katharinenmarkt-Festausschusses Peter Lücke und Bürgermeister Werner Peitz am Samstagvormittag den 31. Bauernmarkt in Delbrück eröffneten, sorgten die Besuchermassen für dichtes Gedränge. „Über 100 Beschicker konservieren das Gefühl von Landleben und halten die Geschichte lebendig", lud Lücke zum Genießen bei goldenem Spätsommerwetter ein. Fast schon übermütig griff Peitz die gute Stimmung auf. Er stellte das neue Duo Verena Altenberend und Ralf Fischer vor, das den zweitägigen Bauernmarkt organisiert: „Die beiden stehen euch zur Verfügung, wenn ihr kritische Anmerkungen habt. Falls ihr lobende Worte findet, komme ich dazu." Unter großem Applaus verabschiedete er die Bauernmarkt-Chefin Marion Hüser, die fast 20 Jahre in der Verantwortung stand. Die Besucher griffen gern zu, als die „Macher" des viertägigen Spektakels zum legendären „Nulltarif" Hausmacher-Schnittchen und Hochprozentigen verteilten. Angefangen hatte der Festsamstag mit der Eröffnung einer beeindruckenden Fotoausstellung des Allgemeinmediziners Heinz-Peter Jost. Sie ist noch bis zum 11. Oktober im Foyer des Rathauses an der Marktstraße zu sehen. „Der Bauernmarkt ist ein Muss für uns" Die Initiative der Beschäftigen des Wasserwerks, sich mit einem Stand zu präsentierten, kam gut an. Jutta Schwemin und Robert Siemensmeyer freuten sich über viele detaillierte Fragen der Besucher. „Der Bauernmarkt ist ein Muss für uns", fiel Mutter Ingrid aus Steinhorst und Carina Rodemann, die Tochter feierte ihren 22. Geburtstag, sofort ein neuer mobilen Anbieter ins Auge. „Ofenmann" Mohamed Karoni und Vivien Bartels vom „Pfaffenglück" aus dem schleswig-holsteinischen Büchen beglückten die beiden mit deftigen Fladen. „Jetzt ist mir klar, warum die Delbrücker mit dem größten Bauernmarkt in NRW werben", zeigte sich Martin Jerke aus Wiefelstede bei seiner Premiere sehr beeindruckt. Seine Unikatenwerkstatt sei einmalig in Europa. Vor Ort schweißte er nach Wünschen der Kunden Unikate aus Metall. Herz-Motive seien der Renner, freute er sich über die gute Resonanz. Gemeinschaftsspiel und Umzug Zum ersten Mal übernahmen der neue Vorsitzende des Stadtmusikerverbands Helmut Reimann und sein Stellvertreter Daniel Kößmeier die Organisation des jährlichen Gemeinschaftsspiels. Die 44. Auflage fand am Samstagnachmittag vor großen Zuschauerkulisse auf dem historischen Kirchplatz statt. Im Sternenmarsch kamen 860 Instrumentalisten aller Delbrücker Musikvereine zusammen. Diesmal dirigierte Manfred Jüde aus Sande die Tambours-Corps und Spielmannszüge. Rainer Temborius aus Bentfeld hob den Taktstock für die Blaskapellen. Alle Frauen, Männer und Jugendlichen intonierten zum Abschluss das „Musikantentreffen" von Siegfried Rundel und die Nationalhymne. Delbrücks Ortsteil Westenholz pflegt seit Jahrzehnten eine Partnerschaft mit der Stadt Budakeszi. 26 ungarische Gäste gaben Ständchen auf dem Bauernmarkt und reihten sich am Samstagnachmittag in den herbstlichen Festumzug ein. Tausende Schaulustige säumten die Straßen der Innenstadt, als über 100 Vereine, Tanz- und Trachtengruppen sowie alte Traktoren und historische Fahrzeuge an ihnen vorbei zogen. „Das Non-Stop-Festprogramm und das grandiose Wetter bescheren uns schon heute einem Rekordandrang", freute sich Lücke über die proppevolle Stadt. Sonntag würden zudem noch die Einzelhändler ihre Geschäfte öffnen.

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