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Im ausgebrannten Stallteil werden die Flammen von der Drehleiter aus gelöscht. - © Ralph Meyer
Im ausgebrannten Stallteil werden die Flammen von der Drehleiter aus gelöscht. | © Ralph Meyer

Delbrück Ursache für Großbrand auf Delbrücker Geflügelfarm ist geklärt

Notfall: Von den 2.000 geretteten Junggänsen musste eine große Zahl eingeschläfert werden

15.05.2019 | Stand 15.05.2019, 17:05 Uhr

Delbrück. Das Feuer in einem Geflügelstall an der Steinhorster Straße in Delbrück ist auf einen technischen Defekt zurück zu führen. Andere Ursachen schließen Polizei und Sachverständiger nach den Untersuchungen des Brandorts am Mittwoch aus. In dem Stall war in der Nacht auf Dienstag ein Feuer ausgebrochen, bei dem rund 4.000 Küken verendeten. Der Sachschaden wird auf etwa 150.000 Euro geschätzt. Gemeinsam mit einer Veterinärin des Kreises Paderborn kümmerten sich die Eigentümer, die Feuerwehr-
leute und benachbarte Geflügelzüchter um die Unterbringung der überlebenden rund 2.000 Junggänse, die durch Brand und Rettung gestresst waren und durchnässt im kalten Wind ausharren mussten. Den Tieren das Leiden erspart Den geretteten Küken fehlte noch das wärmende Gefieder, viele von ihnen hatten auch den Brandrauch eingeatmet. Wie der Kreis auf NW-Anfrage mitteilt, hätten rund drei Viertel der zunächst geretteten Tiere einige Stunden nach dem Brand eingeschläfert werden müssen. Den Küken sei somit ein längeres Leiden erspart geblieben, sagte eine Kreis-Sprecherin. Noch in der Nacht waren die kleinen Gänse zu sechst in Transportkisten gepackt und am Dienstagmorgen zu einem benachbarten Tierarzt gebracht worden, wo sie in den Kisten Platz fanden. Die Löscharbeiten am Stall hatten bis in den frühen Dienstagmorgen gedauert. Rund 60 Feuerwehrleute und zehn Großfahrzeuge waren im Einsatz gewesen. Zwei Mitarbeiter der Geflügelfarm mussten wegen des Verdachts der Rauchgasinhalation ärztlich behandelt werden.

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