Hervorragende Gastgeber: Das Tambourcorps Ostenland war Ausrichter der 43. Mitgliederversammlung des Kreismusikerbundes Paderborn. - © Regina Brucksch
Hervorragende Gastgeber: Das Tambourcorps Ostenland war Ausrichter der 43. Mitgliederversammlung des Kreismusikerbundes Paderborn. | © Regina Brucksch

Kreis Paderborn Blaskapellen und Spielmannszüge im Kreis Paderborn müssen mehr zahlen

Anhebung in zwei Schritten: Aktive im Kreismusikerbund Paderborn erwarten Beitragserhöhungen. Dirigent Oschatz lobt Qualitätssicherung

Regina Brucksch
10.03.2019 | Stand 10.03.2019, 18:11 Uhr

Delbrück-Ostenland. Der Kreismusikerbund Paderborn (KMB) mit seinen 4.300 Mitgliedern, davon sind 1.100 Kinder und Jugendliche, sieht sich gut aufgestellt. Das war der Tenor bei der 43. Mitgliederversammlung, die diesmal in Ostenland stattfand. Dennoch sieht sich der Vorstand gezwungen, die Beiträge um 50 Cent für Erwachsene und 30 Cent für Kinder zu erhöhen. Der Vorsitzende Uwe Zimmermeier erhielt dafür ein einstimmiges Votum. Gastgeber des Nachmittags war das Tambourcorps Ostenland. Die Aktiven um dessen Vorsitzenden Manuel Balsmeier boten den Gästen im Sport- und Kulturzentrum ein hervorragendes Domizil. Für den Part Unterhaltung sorgten die Spielleute mit ihrer Musikalischen Leiterin Claudia Renneke. Zimmermeier ehrte zwei Männer aus seinem Vorstand. Der stellvertretende Kreisfachleiter Andre Tacke aus Etteln freute sich über den KMB-Silberorden. Den „Hans Dampf in allen Gassen" Edmund Hesse aus Bad Wünnenberg zeichnete er für 15 Jahre Engagement mit der Silbernen Dirigentennadel aus. Hesse ist aktuell Seniorenbeauftragter. Er war einige Jahre Vize-Kreisdirigent. Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz fungierte als Wahlleiter. Einstimmig bestätigt wurden der Vorsitzende Uwe Zimmermeier aus Verne, Kreisrechner Friedhelm Ikemeyer aus Elsen und sein Stellvertreter Nicolas Bergschneider aus Dörenhagen, der stellvertretende Geschäftsführer Gerhard Kaup aus Helmern, Kreisdirigent Tobias Oschatz aus Paderborn, Kreisfachleiterin Sabrina Wegener aus Helmern, Edmund Hesse, der Medienbeauftragte Ralf Deppe aus Salzkotten und Beisitzerin Andrea Agethen aus Henglarn. Pläne für Schule in Salzkotten „Nicht eine Sekunde des Musizierens in der Gemeinschaft wolle er missen", bekundete Stadtoberhaupt Peitz seine eigene Begeisterung und enge Verbundenheit mit den Frauen, Männern und Kindern in 47 Blaskapellen und 32 Spielmannszügen. Landrat Manfred Müller brachte es auf den Punkt: „Wenn es im Kreismusikerbund läuft, ist auch das gesellschaftlichen Leben gut gestellt. Eine so gute Ausbildung mit so vielen Lehrgängen verdient weiterhin Unterstützung vom Kreis." Landes- und Kreisdirigent Tobias Oschatz beurteilte im Rückblick auf 2018 die 137 bestandenen D1-Lehrgänge bei den Bläsern: „Wir konnten dem Abwärtstrend entgegenwirken. Das ist Qualitätssicherung für die Zukunft." Mit 45 Euro für die Einstiegs-Lehrgänge läge man bundesweit weit unten. Zudem müsse sich der Landesverband darauf einstellen, dass in der Nachfolge des ehrenamtlichen Geschäftsführers eine hauptamtliche Kraft einzustellen sei. Kreisfachleiterin Sabrina Wegener signalisierte für die Spielleute mit 47 bestandenen Prüfungen ebenfalls Zufriedenheit. „Der Landesverband jongliert mit Zahlen, die nie von den Mitgliedern akzeptiert werden", äußerte sich Zimmermeier froh über die moderate Steigerung des Kreismusikerbundes. Ab diesem Jahr zahlen die örtlichen Musikverein für Erwachsene ab 18 Jahren 4,30 und für Nachwuchs 1,90 Euro an den Kreismusikerbund. Ab 2020 sind 4,80 und 2,20 Euro fällig. Als Zukunftsmusik bezeichnete der KMB-Chef die Umwandlung der ehemaligen Don-Bosco-Förderschule in Verne zu einem Musikausbildungszentrum für die Region. Er dankte der Stadt Salzkotten für das Überlassen von Räumen. Zurzeit würde die Schule wegen des Sälzer Rathausumbaus von Bediensteten genutzt. Der Vorsitzende erinnerte daran, dass hier 2017 der erste NRW-Spielleutetag mit 300 Aktiven stattgefunden habe. Abschließend stellte er noch ein geplantes kommerzielles Event im November vor. Ein Bad Driburger wolle die beste Blaskapelle des Hochstifts ermitteln. Infos gäbe es auf der Homepage des Kreismusikerbundes.

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