Kirmes, Kulinarisches und Kaufanreize: Delbrück steht vom 14. bis 17. September im Zeichen von Katharinenmarkt und Wirtschaftsschau. - © Jens Reddeker
Kirmes, Kulinarisches und Kaufanreize: Delbrück steht vom 14. bis 17. September im Zeichen von Katharinenmarkt und Wirtschaftsschau. | © Jens Reddeker

Delbrück Delbrück dreht beim Katharinenmarkt das große Rad

Die Wirtschaftsschau fällt zwar etwas kleiner aus, 
doch das Programm bleibt üppig. Straßen werden besonders gesichert

Jens Reddeker

Delbrück. Die Besucher des Katharinenmarktes sollen sich in Delbrück vom 14. bis 17. September nicht nur wohl, sondern auch sicher fühlen. Für 10.000 Euro hat die Stadt 50 mobile Plastikcontainer gekauft, die mit jeweils 1.500 Litern Wasser befüllt werden. 44 Stück werden beim Fest an den Einfallstraßen zur Innenstadt aufgestellt, um Anschläge mit Fahrzeugen zu verhindern. Beim größten Volksfest im Kreisgebiet neben Libori ist nicht nur das Sicherheitskonzept neu, auch für die beliebte Wirtschaftsschau auf Stratmanns Wiesen gibt es Veränderungen. "Manche hatten ja befürchtet, dass uns der Supermarktbau in die Quere kommt, doch das ist nicht der Fall", sagte Bürgermeister Werner Peitz gestern auf der Pressekonferenz zur Programmvorstellung in Boke. Die Fäden für die Schau laufen im Rathaus bei Kathrin Brodhag und Bernd Kerkstroer zusammen. Brodhag erklärt, dass die mächtigen Zelte aus Brandschutzgründen einen Neun-Meter-Abstand zum zukünftigen Elli-Markt halten müssen. Durch eine neue Anordnung der Ausstellungsflächen verringern sich die Zeltquadratmeter um 200 auf 3.800 und die Outdoor-Ausstellerfläche von 5.000 auf 4.000 Quadratmeter. 14 neue Aussteller Peter Lücke, Sprecher des Katharinenmarkt-Festausschusses, gewinnt den Flächeneinbußen dennoch Positives ab: "Der neue Platz ist geschottert. Er erleichtert uns den Aufbau. Und dadurch, dass die Zelte auch leicht verändert aufgestellt werden, ergeben sich in der Gestaltung der Flächen neue Möglichkeiten." Von 114 Ausstellern kommen 44 aus Delbrück, 14 sind laut Brodhag und Lücke erstmals dabei. Die Verträge für die Nutzung der Wirtschaftsschauflächen an der Schlaunstraße laufen laut Bürgermeister Peitz bis 2030. Auf treue Beschicker können sich die Katharinenmarkt-Macher auch beim Bauernmarkt, ab Freitag, 15. September, 10.30 Uhr, verlassen. Angepriesen wird er mit dem Zusatz "der größte in NRW". "Organisatorin Marion Hüser hat es dank toller Stände geschafft, den Bauernmarkt zu einem Magneten zu machen", lobt Peitz. "Viele Besucher kommen gezielt deshalb nach Delbrück." Gezielt für eine feuchtfröhliche Zeltgaudi kommen die Gäste am Montag, 17. September, ab 10 Uhr ins Festzelt. Zum dritten Mal spielen die bayerischen "Würzbuam" in der Festzelthalle. Am Montag spielen die "Emsperlen" Gediegener geht es an allen Tagen im Alt-Delbrück zu. Gastronomen der zehn Delbrücker Orte bieten ab Fest-Eröffnung feinen Speis und Trank unter einem wasserdichten Megaschirm. Laut Britta Kuboth von der Geschäftsstelle der Delbrücker Marketinggemeinschaft sollen diesmal die Sitzbänke etwas luftiger gestellt werden als im Vorjahr, damit alle Gäste mehr Bewegungsfreiheit haben. Am Montag spielen ab 14 Uhr dort erstmals die "Emsperlen". Mit jeder Menge Bewegung lockt die Kirmesmeile am Wiemenkamp: 113 Schausteller und Krammarktbeschicker sind dabei, zusammengenommen erstreckt sich die Kirmesfront über 1.500 Meter. Neben dem Riesenrad, in dem jeder die Stadt von oben erleben kann, ist diesmal ein Fahrgeschäft für Mutige mit dem Namen "Mr. Gravity" vor Ort. Dort sollen Fans des fremdgesteuerten Körperschwungs Fliehkräfte bis zum fünffachen des eigenen Körpergewichts erleben können. Wie gewohnt, sind alle Fahrgeschäfte am Freitag zwischen 15 und 15.15 Uhr kostenlos nutzbar. Nicht ganz kostenlos, dafür aber zu Schnäppchenpreisen bieten die jüngsten Händler beim Kinderflohmarkt am Samstag und Sonntag, 15./16. September, ab 10 Uhr Waren an. Standplätze werden vorab nicht vergeben, gewerbliche Händler sind nicht zugelassen. Bunt, fröhlich und westfälisch geht es beim Festumzug zu. Mehr als 100 Musik-, Folklore und Brauchtumsgruppen flanieren durch die Stadt. Start ist ab 14.30 Uhr an der Ladestraße. Wer den Katharinenmarkt komplett erobern will, sollte gut zu Fuß sein. Werner Peitz berichtete am Dienstag von seiner persönlichen Streckenbilanz 2017: "Mein Schrittzähler hat nach vier Tagen 14 Kilometer angezeigt."

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