Am Beckenrand: (v .l.) Schwimmmeister Ralf Osteresch und Bau-Ingenieurin Astrid Wölk von der Delbrücker Verwaltung freuen sich auf die Eröffnung des Hallenbads. Im Sportbecken und im Kursbecken befinden sich 1.300.000 Liter Wasser. - © Regina Brucksch
Am Beckenrand: (v .l.) Schwimmmeister Ralf Osteresch und Bau-Ingenieurin Astrid Wölk von der Delbrücker Verwaltung freuen sich auf die Eröffnung des Hallenbads. Im Sportbecken und im Kursbecken befinden sich 1.300.000 Liter Wasser. | © Regina Brucksch

Delbrück Delbrücker Hallenbad öffnet im Oktober

Sanierung, Umbau und Erweiterung um ein Kursbecken sind abgeschlossen. Maßnahme schlägt mit 7.240.000 Euro zu Buche

Regina Brucksch

Delbrück. "Aller guten Dinge sind drei" bringt der Spruch den endgültigen Eröffnungstermin des Delbrücker Hallenbads auf den Punkt. Bürgermeister Werner Peitz kündigte am Mittwochmittag an: "Am Montag, 1. Oktober, beginnen wir mit dem Regelbetrieb und am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, findet morgens eine kleine Feierstunde statt. Anschließend steht das neu gestaltete Schwimmbad allen Wasserratten wieder zur Verfügung." Seine Badehose läge schon bereit, freute sich das Stadtoberhaupt auf den ersten Sprung ins Nass. Wegen der Insolvenz eines Lüftungsbauers verschob sich der erste geplante Eröffnungstermin um Monate. Weil viele Delbrücker während der Hitzeperiode mit Stadtwasser ihre Gärten wässerten und zeitweise geringer Druck auf den Leitungen war, entschloss sich die Verwaltung, die Becken vier Wochen später zu befüllen. Zwei Jahre Sanierung Nach zwei Jahren ist es nun endlich soweit. Die Sanierung, der Umbau und die Erweiterung um ein Kursbecken sind abgeschlossen. "Wir können jetzt in Ruhe die notwendigen Wasserproben auswerten, bevor es los geht", erklärten Schwimmmeister Ralf Osteresch und Astrid Wölk vom Bauamt. Peitz lobte die beiden. Der Chef des Hallenbads und seine Mannschaft hätten nicht vom Wasser, sondern vom Staub gelebt und häufig selbst Hand angelegt. Die Bau-Ingenieurin habe alle Arbeiten mit großem Einsatz koordiniert. Wölk erklärte: "Nicht nur bei der Freilegung von Fassaden gab es viele Überraschungen. Trotz einiger Nachträge bleiben wir im Kostenrahmen." Die gesamte Maßnahme schlägt mit 7.240.000 Euro zu Buche. Davon kann die Stadt 1.340.000 Euro Fördermittel für die energetische Sanierung und die Schaffung der Barrierefreiheit im Altbau abziehen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Planungsbüros wurden nach den Ausschreibungen Aufträge für 30 Gewerke vergeben. Für die neu gestalteten Außenanlagen mit Parkplätzen hat der Stadtrat noch einmal 750.000 Euro freigegeben. Peitz sprach eine wichtige Veränderung an: "Das Bistro mit der neu installierten Küche wird von den Beschäftigten mit betreut. Das bietet eine gute Anlaufstation für die Badegäste und die Möglichkeit zur besseren Kontrolle im Eingangsbereich." Der Betriebsausschussvorsitzende Ingo Sagemüller, der Bauausschussvorsitzende Stefan Knapp und Schulamtsleiter Manuel Tegethoff machten deutlich: "Seit Jahren reden wir über das alte, marode Schwimmbad der Realschule. Der Rat hat sich für den Hallenbad-Anbau mit Kursbecken entschieden. Darum ist das so genannte Lehrschwimmbecken ab 1. Oktober nicht mehr öffentlich zugänglich. Die Schließung betrifft aber nicht die Gymnastikhalle über dem Bad." Leichtere Nutzung für Menschen mit Einschränkungen Beim Rundgang stellten neben Osteresch, Wölk und Hallenbadmitarbeiterin Beatrix Rachner auch die Architekten Christian Bär und Wolfgang Franz vom Büro Janßen Partner Bär das Großprojekt vor. Das sanierte Hallenbad bietet Menschen mit Einschränkungen eine leichtere Nutzung. Für noch mehr Barrierefreiheit sorgen eine Umkleidekabine mit wandhängender Schrankanlage, Toiletten im Bad und im Eingangsbereich sowie große Beschriftungen. Der Schwimmmeister kündige neue Gesichter im 15-köpfigen Team an. Auf den kommenden Sommer dürfen sich die Besucher auch schon freuen. Draußen soll neben dem Kursbeckenneubau eine Terrassenanlage entstehen und vom Kleinkinder-Planschbecken führt eine Tür zum erweiterten Spiel- und Sportbereich.

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