Neue Radroute "WasserWegeWinkel": (vorne v. l.) Meinolf Neiske, Hubert Marks, Josef Meinard, Rainer Ahmannn sowie (hinten v. l.) Maria Schulte und der Vorsitzende Hermann-Josef Schulte vom Heimatverein Bentfeld informierten sich beim Leader-Vorsitzenden Matthias Lürbke, Claudia Averkamp und Tim Strakeljahn vom Büro pro-t-in sowie den Leader-Regionalmanagerinnen Christina Steinbicker und Nina Krah. - © Regina Brucksch
Neue Radroute "WasserWegeWinkel": (vorne v. l.) Meinolf Neiske, Hubert Marks, Josef Meinard, Rainer Ahmannn sowie (hinten v. l.) Maria Schulte und der Vorsitzende Hermann-Josef Schulte vom Heimatverein Bentfeld informierten sich beim Leader-Vorsitzenden Matthias Lürbke, Claudia Averkamp und Tim Strakeljahn vom Büro pro-t-in sowie den Leader-Regionalmanagerinnen Christina Steinbicker und Nina Krah. | © Regina Brucksch

Delbrück/Wadersloh Neue Radroute führt durch Delbrück und weitere sechs Leader-Kommunen

Vorgestellt: Neue Radroute in Nord-Süd-Ausrichtung führt durch Delbrück und weitere sechs Leader-Kommunen

Regina Brucksch

Delbrück/Wadersloh. Mit dem Fahrrad machten sich Mitglieder des Heimatvereins Bentfeld auf den Weg ins 30 Kilometer entfernte Wadersloh. Auf dem Floreana Landmarkt von Margit Paschen lud die Lokale Aktionsgruppe Lippe-Möhnesee zum zweiten Markt der Region ein. Die Bentfelder interessierten sich besonders für das Leuchtturm-Projekt "WasserWegeWinkel", eine verbindende Radroute in Nord-Süd-Ausrichtung, die durch Delbrück und die weiteren sechs Leader-Kommunen führt. Bei der Entwicklung der sogenannten Freilichtregion geht es darum, kulturhistorische und landschaftliche Highlights heraus zu arbeiten. Sie bietet Wissenswertes für Einheimische und steigert die Attraktivität für Touristen. Für das Projekt steht die Fördersumme von 45.000 Euro zur Verfügung. Es entsteht in Zusammenarbeit mit der Agentur pro-t-in aus Lingen. Geschäftsführerin Claudia Averbeck und Tim Strakeljahn, zuständig für regionale Dorfentwicklung und Tourismusberatung, erläutern die ersten Ergebnisse. "Bisher ist alles Theorie. Bald fahren wir die Route ab", kündigen sie bis zum Ende der Förderperiode im Jahr 2020 einen etwa 170 Kilometer langen Radweg durch die Leader-Kommunen an. Im ersten Projektteil haben die Berater Entdeckerhotspots ausgesucht. Im Delbrücker Land könnten dazu das Gastliche Dorf, die Sennebäche, die Kiesabgrabungen Frankesee und Rathsee, die archäologische Zone Lippeaue, der Freie Stuhl, das Steinhorster Becken, Kirchen, Kapellen und Ziegeleien gehören. Im zweiten Teil entwickeln sie mit Menschen vor Ort Geschichten entlang der Route. Sie wollen Dinge sichtbar machen, die nicht so im Fokus stehen, wie beispielsweise das Römerlager in Anreppen. Für jeden Ort wird ein sogenanntes Eingangstor definiert, das über alle Hotspots informiert. Hier favorisieren die Planer auch Ruheplätze, damit sich die Besucher auf Geschichten und Themen einlassen können. In Delbrück wollen sie die Menschen auf dem Kirchplatz abholen. Praktisch stellen sich die beiden einen QR-Code vor, der die Route und alle Informationen im Handy zugänglich macht. "Klassische Informationspunkte binden wir mit ein. Wir stellen nicht noch mehr Schilder auf", wollen sie bei gut 160 Punkten Doppelstrukturen vermeiden. Unterstützer in Delbrück sind der Stadtheimatpfleger Bernhard Kößmeier, Mitarbeiter der Biologischen Station sowie Christiane Rolf und Ricarda Steiling von der Verwaltung. Der nördliche Einstieg in Delbrück erfolgt am Steinhorster Becken, wo es auch einen Einstieg zum Emsradweg gibt. Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) und Bürgermeister von Lippetal Matthias Lürbke erinnerte an den ersten Markt der Region vor zwei Jahren in der Delbrücker Stadthalle, der den Start zur Leader-Region markierte. Er dankte der Hausherrin Margit Pachen sowie den Leader-Regionalmanagerinnen Christina Steinbicker und Nina Krah, die den Markt mit abwechslungsreichem Programm auf die Beine gestellt hatten. Eine West-Ost-Radroute gäbe es bereits, das Aktionsbündnis würde eine neue Nord-Süd-Tangente schaffen. Er wandte sich an die Besucher aus allen beteiligten Kommunen: "Wir wünschen uns, dass noch weitere gute Projekte für unsere Region umgesetzt werden können." Wer eine Idee hat, kann sich unter www.leader-lippe-moehnesee.de informieren.

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