Klein, aber gefragt: Paragon-Vorstandschef Klaus Dieter Frers an der neuen Fertigungsanlage für Batterieblöcke. Foto: Marc Köppelmann - © Marc Köppelmann
Klein, aber gefragt: Paragon-Vorstandschef Klaus Dieter Frers an der neuen Fertigungsanlage für Batterieblöcke. Foto: Marc Köppelmann | © Marc Köppelmann

Delbrück Delbrücker Autozulieferer Paragon setzt auf Batterien

Paragon legt "exzellentes" Jahresergebnis 2014 vor

Björn Vahle
12.03.2015 | Stand 11.03.2015, 22:54 Uhr

Delbrück. Mit einem satten Plus bei der Gewinnprognose hatte Klaus-Dieter Frers bereits im Februar gerechnet. Jetzt hat der Vorstandschef des Autozulieferers Paragon tatsächlich ein "hocherfreuliches" Ergebnis für 2014 vorgelegt. Im kommenden Jahr wollen die Delbrücker noch höher hinaus - mit bisher weniger prominenten Sparten. Der Konzernumsatz lag bei 79 Millionen Euro (plus 7,0 Prozent). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) übertraf mit 6,25 Millionen Euro die ursprüngliche Prognose (4 Millionen) deutlich. Die Umsatzrendite (Ebit-Marge) machte so einen ordentlichen Satz von prognostizierten 5 auf 7,9 Prozent. "Dabei hatten wir hohe Investitionen", sagt Frers. Das börsennotierte Unternehmen platzierte für weitere 3 Millionen Euro Anleihen, baute ein eigenes, 2.000 Quadratmeter großes Werk in China, das ab Herbst produzieren soll, und begann mit der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas die Produktion in den USA. Die Investitionen sollen mit 21 Millionen Euro im laufenden Jahr außerdem noch einmal doppelt so hoch ausfallen wie 2014 (10,8 Millionen Euro).Paragon profitiert von der guten Entwicklung auf dem Automobilmarkt Profitiert habe das Unternehmen vor allem von der guten Entwicklung des Premiumsegments auf dem Automobilmarkt, der zu den Hauptabnehmern der Delbrücker zählt. Deutsche Hersteller wie Audi, Daimler, BMW, Porsche und VW machten als "erfolgreiche Kunden", so Frers, 80 Prozent des Paragon-Umsatzes aus. "Und dem Segment wird weltweit weiteres Wachstum prognostiziert", sagt Frers. So werden demnächst die ersten Autos mit einem von Paragon entwickelten System vom Band gehen, das den Innenraum mit einem individuell gewünschten Duft erfüllt. Die Tochtergesellschaft Voltabox, die bei Paragon früher als Elektromobilitätssparte firmierte, soll das gute Ergebnis künftig weiter ankurbeln. In Delbrück und Austin, Texas produziert das Unternehmen Batteriesysteme für Busse und Bahnen, aber auch für führende Intralogistik-Fabrikanten, die beispielsweise Gabelstapler herstellen. Zwei Aufträge für das neue Werk in den USA liegen bereits vor.Ziel für 2015 sind 100 Millionen Euro Umsatz Ein Geschäftsfeld, auf das Frers stärker setzen will. "2015 wird für die Elektromobilität und Voltabox ein besonderes Jahr, in dem die Produktumsätze erstmals sehr deutlich anziehen werden." 2014 machte die Sparte noch schmale 3 Millionen am Gesamtumsatz aus. 2015 sollen es schon 15 Millionen werden. Für die kommenden fünf Jahre prognostiziert Frers das "erstaunliche" kumulierte Umsatzvolumen von "220 bis 300 Millionen Euro". Dass ihm seine Arbeit auch im laufenden Jahr "Laune macht", ist bei einem Auftragspolster, das in den traditionell schwächeren ersten Monaten des Jahres bereits stark gewachsen ist, kein Wunder. Weil außerdem fast 93 Prozent des geplanten Umsatzes durch die Auftragslage abgesichert sind, hat Frers für 2015 ein klares Ziel: 100 Millionen Euro Umsatz.

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